Porträt (en face und im Profil) Verso: Skizze eines Doppelporträts
Ident. Nr.: B UHP 87/13
ObjID: obj:2465544
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deFotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Neue Nationalgalerie / Jochen Littkemann // Tamara de Lempicka (1898 - 1980), Porträt (en face und im Profil)
Verso: Skizze eines Doppelporträts, um 1931 © VG Bild-Kunst, Bonn, 2021
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- um 1931
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Porträt (en face und im Profil) Verso: Skizze eines DoppelporträtsÜbersetzung: Face and Profile Verso: Sketch for a double portraitOriginaltitel: Deux figures de profil Verso: Esquisse d'un double portrait
- Provenienz
- Kauf: Barry Friedman,
vermutlich 1978-mindestens 1984Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch,
1986-2010 - Material / Technik
- Öl auf Holz
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 45 x 37 cmRahmenmaß: PRÜFEN! 56,5 x 48 x 3,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2465544
Objektbeschreibung
Das Gemälde zeigt dieselbe Person aus zwei unterschiedlichen Perspektiven im Schulterporträt. Beide Male ist die Frau nahezu bildfüllend wiedergegeben, mit identischer Physiognomie, rot geschminkten Lippen, Kurzhaarfrisur und im Kleid nach Art der damaligen Mode. Auf der Rückseite des Werkes sind in einer formal ähnlich angelegten Skizze zwei elegant gekleidete Frauen mit Glockenhüten im Profil und Halbprofil zu sehen – ein Bildmotiv, das sich bereits in Lempickas 1925 ausgeführtem Gemälde „Deux femmes aux chapeaux cloche“ (Privatsammlung, WVZ Blondel 1999, B.65) findet. Es existieren weitere Doppelporträts von Schwestern, Freundinnen oder Rivalinnen, wobei es der Künstlerin weniger um ein individuelles Porträtieren ging als um die Darstellung weiblicher Attitüden ihrer Gesellschaftsschicht. Aufgewachsen in Warschau als Tochter einer wohlhabenden, einflussreichen Familie war Lempicka Ende der 1920er-Jahre in Paris zu großer Popularität gelangt mit Werken, die ein neues, emanzipiertes Frauenbild visualisierten. Ihre weiblichen Modelle strahlen eine melancholische Eleganz aus oder posieren kokett, zuweilen auch stereotyp männlich, und stellen ihre Sinnlichkeit selbstbewusst zur Schau. Damit schuf Lempicka eine Kunst, die sich optimal in die Unterhaltungskultur der Zeit eingliedern ließ. Neben zahlreichen Porträtaufträgen für die Großbourgeoisie fanden ihre Werke in Modezeitschriften massenhaft Verbreitung. 1927 widmete die US-amerikanische „Vanity Fair“ der Künstlerin einen mehrseitigen Artikel, der mit dreien ihrer Gemälde illustriert war. Für „Die Dame“, ein mondänes Berliner Frauenmagazin, gestaltete sie mehrere Titelblätter. | Irina Hiebert Grun
Letzte Aktualisierung: 08.06.2026
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Neue Nationalgalerie
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nng@smb.spk-berlin.de