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Ident. Nr.: I (7 S) 58/1957,2

ObjID: obj:2547154

Details (Expert)

Datierung
um 1900
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: max. 17,5 x 32 cm (Dm unten: 20 cm)

Objektbeschreibung

Runder, nach oben hin konisch sich verbreiternder Korb mit vier Henkeln, an der Wandung farbiges Muster in rot und blau.

Der Korb ist ein Beispiel für die Flechtkunst Thüringer bzw. Hessischer Korbmacher vor den beiden Weltkriegen. Er ist mit zahlreichen Staken aus Vollweide und z.T. gefärbten Weidenschienen geflochten. Je enger die Staken, desto aufwändiger das Ausflechten und umso hochwertiger der Korb. Über dem aufgebrochenen Boden (Bodenkranz) schließt sich ein dichtes Zäunergeflecht mit farbigen Mustern an, welches unter dem Rand in ein zweifädiges Fitzengeflecht übergeht.

Dieser Korb ähnelt Schwälmer Brautkörben, siehe Abbildung S. 107 bzw. S. 104 f. im Begleitbuch zur Dauerausstellung des Deutschen Korbmuseums Michelau i. OF.
In der Schwalm, wie auch in anderen Gegenden Hessens, bekam die Braut zur Hochzeit viele Körbe, mitunter waren es über vierzig. Auch das Geschenk der Paten wurde in einem Korb überreicht. Im Alltag wurden die Körbe mitunter auf dem Kopf getragen.



Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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