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Wandertage

Ident. Nr.: N (74 I) 128/2019

ObjID: obj:2551460

Details (Expert)

Beteiligte
Chiara Dazi,
Fotograf*in
Datierung
2011 - 2012
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite: 16 x 12 cm

Objektbeschreibung

Holzschachtel mit Schiebedeckel, darauf die Aufschrift "Wandertage". Darin ein rote Seidenhülle mit Perlmutknöpfen, in dieser wiederum das Künstlerbuch, gebunden aus schwarzem Leder. Darin 64 Seiten mit 36 Farbfotografien, auf denen Wandergesellinnen auf der Walz dargestellt sind. Des weiteren ein Originalabzug "Pferde" in Pergamintüte.
Gedruckt durch Wanderer Druckerei im November 2011, gebunden im Mai 2012 durch eine reisende Wandergesellin. Die Seidenhülle mit Perlmuttknöpfe ist handgefertigt von der Fotografin und Künstlerin Chiara Dazi. Die Holzschachtel ist handgefertigt von einem Tischler.

Signiert und nummeriert: N.2/10 + 1AP

Die Fotografin Chiara Dazi begleitet verschiedene Wandergesellinnen, die sich als Handwerkerinnen auf die Walz begeben haben. Bis in die 1980er Jahre hinein, nahmen sog. "Schächte" keine Frauen als Wandergesellinen auf. In der Zwischenzeit gibt es eigene "Schächte" für Frauen. Die Fotografien zeigen den Alltag der Wandergesellinnen, deren Leben auf der Walz hier nicht romantisiert wird, sondern auch in seiner harschen Realität gezeigt wird. Das Künstlerbuch ist den Wanderbüchern nachempfunden, die jede*r Wandergesell*in bei sich trägt und in dem die Walz dokumentiert wird.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."