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Bauer mit zwei Kühen

Ident. Nr.: O-1988,107

ObjID: obj:2560123

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Otto Pilz (30.4.1876 - 1.8.1934),
Bildhauer*in
Ausführung: Königliche Porzellanmanufaktur Meißen (seit 1710),
Hersteller*in
Datierung
um 1905
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 27,5 x 43 x 21 cm

Objektbeschreibung

Auf unregelmäßig geformter, eine Wiese andeutende Platte ist ein Bauer in blauem Kittel, weißer Hose und schwarzem Hut dargestellt, der versucht, zwei Kühe zu bändigen. Mit der rechten Hand hält er die rechte, schwarz gescheckte Kuh am Zaumzeug, die gerade ihren Kopf nach oben reißt. Die links neben ihr laufende, braun gescheckte Kuh hält ihren Kopf nach unten.

Der Dresdener Bildhauer Otto Pilz (1876-1934) gehörte zu jenen externen Künstlern, die zwischen 1905 und 1912 zahlreiche Modelle für die Meißener Porzellanmanufaktur schufen. Dies geschah auf Initiative des Meißener Gestaltungsvorstehers Erich Hösel (im Amt von 1903 bis 1929), der hierdurch die Modellsammlung der Manufaktur erweiterte und modernisierte. Neben Paul Walther und Hermann Fritz war es vor allem Otto Pilz, der die Produktsparte der Porzellantierplasitk bereicherte. Die Bemalung in einer breiten Palette an Unterglasurtönen folgte den Impulsen, die seit 1889 aus Kopenhagen und Stockholm die Porzellankunst reformiert hatten.
Charakteristisch für Pilz ist der Hang zu humoristisch-realistischen Darstellungsweisen von Tieren, teilweise, wie in diesem Fall, in Verbindung mit Menschen bei der landwirtschaftlichen Arbeit. Hier kann der Bauer seine beiden Kühe nur mit Mühe bändigen; die beiden Tiere reißen ihre Köpfe nach oben bzw. unten und rollen vor Wut förmlich mit den Augen, so dass das Weiß der Pupillen sichtbar wird. Die rechte Kuh scheint dabei den Betrachter in den Blick zu nehmen.

Bezeichnung:
Unterglasurblaue Schwertermarke, geritzt H. 123, geprägt 42; Schwertermarke mit Schleifstrich

ClKa

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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