Bowlengefäß in Form einer Bischofsmütze
Ident. Nr.: 1927,37
ObjID: obj:2987455
Kontakt
Einrichtung:
Kunstgewerbemuseum
E-Mail:
kgm@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Ausführung: 1767/70
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Fayence mit Inglasurmalerei
- Abmessungen
- Höhe: 38 cmDurchmesser: 25 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2987455
Objektbeschreibung
Runde Bowle mit Deckel in Form einer Bischofsmitra mit plastischem Kreuz als Deckelknauf. Reliefbordüre an den Rändern des Deckels in Nachahmung von farbigen Edelsteinen. Auf der Wandung polychrome Blumensträuße (sog. "teutsche Blumen"), auf dem Deckel Streublumendekor. Farbklang in Blau, Gelb, Manganviolett und Grün. Die Marke "2" ist eine Größenangabe. Eine Stralsunder Manufakturmarke fehlt, jedoch gilt die Zuschreibung aufgrund der Blumenmalerei als gesichert. Bowlengefäße in Form von Bischofsmützen sind eine Besonderheit der Fayencemanufakturen der Ostseeregion. Die frühesten derartigen Bowlengefäße sind aus der 1722 gegründeten Kopenhagener Manufaktur Store Kongensgade bekannt und entstanden vermutlich im Zusammenhang mit der Kopenhagener "Papstgesellschaft". Dies war wiederum ein privater Verein, dessen Mitglieder bei Trinkrunden u.a. die Riten und Hierarchien der katholischen Kirche persiflierten. Im Ostseeraum existierte auch ein "Bischof" genannter Würzwein aus Rotwein, Zucker, Zitronen- und Pomeranzensaft. // Lit.: Kat. "Fayencen aus dem Ostseeraum", bearb. Claudia Kanowski, Schleswig 2003, S. 200, Kat. Nr. 75; Kat. "Stralsunder Fayencen. 1755-1792", bearb. von Gesine Schulz-Berlekamp, Berlin 1991, S. 89, Kat. Nr. 71 // ClKa
Letzte Aktualisierung: 19.06.2026
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