Logo

1874 Ankäufe und Geschenke N° 1-369

Ident. Nr.: EB_KGM-B_SLG_LZ_1874-1875

ObjID: obj:3082462

Credit: Provenienz und Bestand. Online-Publikation der Erwerbungsbücher und Zugangsverzeichnisse der Staatlichen Museen zu Berlin. Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Details (Expert)

Beteiligte
zugeschrieben: Kunstgewerbemuseum Berlin (1879 -),
Folgeherausgeber*in
zugeschrieben: Kunstgewerbemuseum Berlin (1879 -),
Verwalter*in
Zuschreibung unsicher: Deutsches Gewerbemuseum zu Berlin (1867 - 1879),
Verfasser*in
Datierung
Entstehungsjahr: 1874
Entstehungszeit: 1874-1875
Zugangszeitraum: 1874-1875
Weitere Titel
Sammlungstitel: 1874 Ankäufe und Geschenke N° 1-369
Kunstgewerbemuseum: Inventarbuch Sammlung 1874-75
Geografische Bezüge
Verwendungsort: Berlin
Entstehungsort: Berlin
Material / Technik
—
Abmessungen
Höhe x Breite: 45 x 30 cm (1)

Objektbeschreibung

Kollationsvermerk: handschriftlich mit Seitenzahlen, doppelseitiger Scan mit 320 Seiten, S.1-159

Letzte Aktualisierung: 17.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Schlafende Venus mit Cupido

Schlafende Venus mit Cupido

Die schlafende Venus liegt halb aufgerichtet auf einer Bettstatt mit goldroter Decke. Über ihr Knie klettert schlaftrunken ein Cupido mit goldenen Flügeln. Am oberen Bildrand ziehen fliegende Putten ein goldgrünes Tuch wie einen Baldachin über das Bett, links daneben hängt ein vergoldeter Vogelkäfig. Die surreal erscheinende Szene spielt in einer reich gegliederten, sich im Hintergrund zu einer Landschaft öffnenden Bogenarchitektur. Umgeben ist die Liebesgöttin von manieristischen Skulpturen, kunstvollem Mobiliar, konzertanten Musikinstrumenten und kostbarem Hausrat. Alles erscheint zu einem bedeutungsgeladenen Stillleben verdichtet, ist weniger Abbild denn Sinnbild und Anregung zu philosophischer Betrachtung.An der Rückseite befindet sich eine Aufschrift, die den auf Hinterglasmalereien spezialisierten Zürcher Hans Jacob Sprüngli (um 1599–1637) und den Winterthurer Glasmaler Hans Jegli (1579–1643) als Schöpfer des Werkes nennt. Sie verwendeten verschiedene Methoden des Amelierens: Auf das Glas aufgebrachte Blattvergoldungen wurden fein ausradiert, mit farbigen Lacken hintermalt und mit Zinnfolien hinterlegt. Andere Partien wurden in durchscheinend aufgetragenen Ölfarben ausgeführt, wobei „rückwärts“ gemalt und die hellsten Lichter und tiefsten Schatten zuerst gesetzt wurden. Auch „trügerische Hinterglasmalerei“ wurde angewendet, so ist die Figur der Venus in herkömmlicher Weise auf Pergament gemalt, ausgeschnitten und auf das Glas appliziert worden.Ebenso wie das vielschichtige Bildprogramm sollte auch die komplizierte technische Ausführung Anlass zu vertiefter Beschäftigung mit dem Gemälde bieten. Ganz in diesem Sinne ist die als Teil der Signatur auf die Rückseite geschriebene Künstlerdevise zu verstehen: „ist EE feracht / Dan gemacht“ („ist eher veracht[et] als gemacht“). LL