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Luft, aus der Folge: "Vier Elemene"

Ident. Nr.: 658-17

ObjID: obj:3123538

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Reinier Nooms, genannt Zeeman (1623/24-1664),
Radierer*in
Ausführung: Joachim Ottens (1663-1722),
Verleger*in
Systematik/Art
Weitere Titel
Sammlungstitel: Luft, aus der Folge: "Vier Elemene"
Vier Elemente
Lucht
Provenienz
Karl Ferdinand Friedrich von Nagler (1770-1846),
8.2.1835
Material / Technik
Radierung, Kaltnadel
Abmessungen
Blattmaß: 9,5 x 21,5 cm
Plattenrand: max. 8,5 x 20,5 cm
Erwerbung
1835 von Karl Ferdinand Friedrich von Nagler, Berlin, erworben

Objektbeschreibung

Die Radierungen beschreiben ein ganz ähnliches Phänomen wie die Zeichnung nebenan, jedoch müssen Flächen und räumliche Gebilde wie die dicken Haufenwolken aus einzelnen Linien und Punkten zusammengesetzt werden. Die Blätter gehören zu einer allegorischen Folge mit den vier Elementen Luft, Wasser, Erde und Feuer. Das Wasser wird durch einen Sturm an der Küste symbolisiert, das Feuer durch den Brand eines Schiffes, die Erde durch Bauern, die ihre Felder bestellen. Die Luft als das am wenigsten greifbare Element wird durch Wind repräsentiert, der die Wellen peitscht, der Regen und Segelschiffe in Schräglage zwingt. Diese atmosphärische Dar-stellung, in der der Himmel mit seinen Wolken mehr als drei Viertel der Blattfläche einnimmt, hat fast schon impressionistische Züge.

Letzte Aktualisierung: 13.10.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Fragment einer großformatigen, triptychonartigen Radierplatte aus dem Jahre 1900, von der sich die Künstlerin nachträglich distanzierte und die von ihr deshalb auseinandergeschnitten wurde. Nur der linke Teil mit der realistischen Arbeiterfamilie hatte vor ihren eigenen Augen auch noch in späteren Jahren Bestand, während sie die Hauptdarstellung in der Mitte und die rechte Randszene aufgrund ihrer symbolischen Überfrachtung als "fatal" verwarf. Die unzerschnittene Platte variiert das Themades nicht in den Zyklus aufgenommenen Schlußblattes zu "Ein Weberaufstand":"Aus vielen Wunden blutest du, oh Volk" [#vgl. Ident. Nrn. 658-1912, AM 383-1971]. Während sich der Mittelteil auf beiden Radierungen gleicht, wurden die Seitenfiguren im späteren Werk durch zwei Szenen ersetzt. An Hand der Themen Selbstmord und Prostitution schildern sie die ausweglose Situation des Proletariats. Für die vermutlich durch Arbeitslosigkeit ins Elend gestürzte Familie links bietet sich als Ausweg nur der Strick. Das Triptychon sollte ursprünglich den Titel "Das Leben" tragen und wohl so etwas wie eine allegorische Gesamtschau auf die Lebensbedingungen des Proletariates geben. Der Druck gehört zu den wenigen von [Otto] Felsing gedruckten Exemplaren, die den Ausgaben des Verlags E. A. Seemann, Leipzig, vorausgingen.(Text: Sigrid Achenbach, Käthe Kollwitz (1867-1945). Zeichnungen und seltene Druckgraphik im Berliner Kupferstichkabinett, Ausst.-Kat. Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Berlin 1995, S. 76, Kat.-Nr. 80)2025 digitalisiert aus Mitteln des Förderprogramms zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin.