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Vase mit plastischem Drachen

Ident. Nr.: O-1977,108

ObjID: obj:3763659

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Königliche Porzellanmanufaktur Berlin (KPM) (gegründet 1763),
Hersteller*in
Entwurf: Franz Metzner (1870–1919),
Bildhauer*in
Datierung
Ausführung: 1899
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe: 48,8 cm
Höhe x Durchmesser: 48,8 x 19,3 cm (Bodendurchmesser)

Objektbeschreibung

Bauchiger Gefäßkörper mit hohem schlanken Hals. Plastisch aufgelegter Drache. Laufglasur in Beige, Grün, Blau und Braun; teilweise Kristallglasur. Als Vase ist das Objekt nicht geeignet, da der Boden offen ist - möglicherweise für eine Metallmontierung gedacht. // Marke: (eingeritzt im Innern): 6225 Q XIII R; (gemalt auf den Boden:) MART I V 6 // Der Eintrag im Inventarbuch des Kunstgewerbemuseums "Frankreich um 1900" stimmt nicht, vielmehr handelt es sich um ein Modell, das der Bildhauer Franz Metzner im Jahr 1899 für die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin schuf. Der Modellbucheintrag der Manufaktur unter der Bezeichnung "Vase mit Drachen" hat die Nummer "6225". Diese Nummer ist im Innern der Vase eingeritzt. Es fehlt jedoch eine Manufakturmarke. Bei der Ausformung im Kunstgewerbemuseum hat sich der schmale Hals etwas verformt. Ein formgleiches Vergleichsstück befindet sich im Berliner Bröhan-Museum. Franz Metzner schuf zwischen Juli 1898 und August 1900 39 Modelle für die KPM. Sie zeichnen sich durch eine skulpturale Plastizität und delikate Laufglasuren aus, prädestiniert für das in der Manufaktur von Albert Heinecke entwickelte Weichporzellan der KPM (sog. "Heinecke-Porzellan"). Die aufwendige Herstellungsweise war jedoch für eine rentable Produktion nicht geeignet, so dass Metzners Modelle selten ausgeformt wurden. Sie entsprechen stilistisch dem Zeitgeist von Symbolismus und ostasiatisch geprägtem Jugendstil um 1900. Dabei ließ sich Metzner von den "arts du feu", den französischen Kunstkeramiken eines Edmond Lachenal, Adrien Dalpayrat oder Pierre-Alexandre Bigot inspirieren. Während es sich dort zumeist um glasiertes Feinsteinzeug handelt, übertrug Metzner diese gestalterischen Impulse auf das Porzellan. Werke der genannten französischen Keramiker befinden sich ebenfalls im Berliner Kunstgewerbemuseum. // Lit.: Vanessa Sigalas: Das keramische Schaffen von Franz Metzner für die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM), in: Keramos (Heft 213, Juli 2011), S. 87-109, // C.Kanowski

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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