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Hirschfänger und Messer Leopold von Dessaus. Mit Detailstudien und Maßnotizen

Ident. Nr.: SZ Menzel Kat.189

ObjID: obj:3869683

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Adolph Menzel (1815 - 1905),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: 1840er bis 1860er Jahre
Systematik/Art
Provenienz
Kauf: Kunsthandlung R. Wagner, Berlin, Sammlung Hermann PaechterKunsthandlung R. Wagner, Berlin, Sammlung Hermann Paechter,
bis 23.4.1889
Kauf: Sammlung der Zeichnungen an der Nationalgalerie (ab 1876) ,
23. April 1889 bis Ende November 1920
Leihe: Schlesisches Museum der Bildenden Künste,
zwischen 25. und 30.11.1920 bis Dezember 1945
Übereignung: Nationalmuseum,
Dezember 1945 bis 3. Januar 1956
Geschenk: Wilhelm Pieck (1876-1960),
3.1.1956 bzw. kurz darauf
Rückgewinnung: Sammlung der Zeichnungen an der Nationalgalerie,
1956-1992
Überweisung: Kupferstichkabinett, SMB,
ab 1992
Abmessungen
Blattmaß: 27,5 x 10,3 cm
Erwerbung
1889 von Hermann Pächter (Kunsthandlung R. Wagner), Berlin, angekauft

Letzte Aktualisierung: 19.10.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Zertretene. Arme Familie (Linke Szene der urspr. dreiteiligen Komposition, 2. Zustand)

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Fragment einer großformatigen, triptychonartigen Radierplatte aus dem Jahre 1900, von der sich die Künstlerin nachträglich distanzierte und die von ihr deshalb auseinandergeschnitten wurde. Nur der linke Teil mit der realistischen Arbeiterfamilie hatte vor ihren eigenen Augen auch noch in späteren Jahren Bestand, während sie die Hauptdarstellung in der Mitte und die rechte Randszene aufgrund ihrer symbolischen Überfrachtung als "fatal" verwarf. Die unzerschnittene Platte variiert das Themades nicht in den Zyklus aufgenommenen Schlußblattes zu "Ein Weberaufstand":"Aus vielen Wunden blutest du, oh Volk" [#vgl. Ident. Nrn. 658-1912, AM 383-1971]. Während sich der Mittelteil auf beiden Radierungen gleicht, wurden die Seitenfiguren im späteren Werk durch zwei Szenen ersetzt. An Hand der Themen Selbstmord und Prostitution schildern sie die ausweglose Situation des Proletariats. Für die vermutlich durch Arbeitslosigkeit ins Elend gestürzte Familie links bietet sich als Ausweg nur der Strick. Das Triptychon sollte ursprünglich den Titel "Das Leben" tragen und wohl so etwas wie eine allegorische Gesamtschau auf die Lebensbedingungen des Proletariates geben. Der Druck gehört zu den wenigen von [Otto] Felsing gedruckten Exemplaren, die den Ausgaben des Verlags E. A. Seemann, Leipzig, vorausgingen.(Text: Sigrid Achenbach, Käthe Kollwitz (1867-1945). Zeichnungen und seltene Druckgraphik im Berliner Kupferstichkabinett, Ausst.-Kat. Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Berlin 1995, S. 76, Kat.-Nr. 80)2025 digitalisiert aus Mitteln des Förderprogramms zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin.