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MZ ANNO 1728

Ident. Nr.: D (18 C 30) 58/1962

ObjID: obj:540069

Details (Expert)

Datierung
1728
Abmessungen
Höhe x Breite: 23 x 24,5 cm

Objektbeschreibung

Feines gelbliches Kanevas, geringfügig braunfleckig, ringsum 13 verschiedene, farbige Stopfmuster: 10 Webstopfen schließen in den Stoff eingeschnittene Löcher, 3 kleinere sind eingestickt. Im gerahmten Mittelfeld ein farbiger Kreuzstich, zwischen Vögeln und Vasen: "MZ ANNO 1728".

Das Museum Europäischer Kulturen besitzt rund 125 Stopfmustertücher. Dieses Tuch erwarb das Westberliner Museum für Deutsche Volkskunde 1962. Es wurde danach mehrmals ausgestellt. Es ist laut der Forscherin und Stopfexpertin Anja Leshoff auch sehr dekorativ: Es verfügt über eine besondere Farbgestaltung der Bindungen und eine sehr schöne Stickerei im Zentrum. Das Tuch wurde deshalb 2023 in einer Pop-Up-Ausstellung mit Stopfmustertüchern des MEK gezeigt, die anlässlich des Workshops „Darning – The Art of Plugging Holes“ in der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin stattfand.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."