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Ident. Nr.: D (6 M 53) 538/1966

ObjID: obj:543895

Details (Expert)

Datierung
1864
Material / Technik
Holz, angestrichen, Eisenbeschläge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 97,5 x 128 x 67 cm

Objektbeschreibung

Die Truhe nimmt nach oben an Tiefe zu, sie hat einen gewölbten Deckel und ist mit den ausgesägten Sockelbrettern fest verbunden. Durch eine aufgemalte Maserung wird ein besseres Holz vorgetäuscht. Die Eisenteile sind schwarz gestrichen, meist etwas über die Ränder hinaus und mit einem feinen hellen Strich abgesetzt. Am reichen Eisenbeschlag ist auf allen Seiten in der Wandmitte ein eiserner Klappgriff. Der Eisenbeschlag ist durchbrochen und mit zahlreichen Buckeln versehen, die den Nagelköpfen gleichen. Die Randstreifen greifen nur mit Nasen auf die Seitenwand. An den Seiten über dem Griffblech eine Art Krone. Die Scharnierbänder sind hinten glatt, sonst teilweise bogig, u.a. Zirkelstern. Einschnappende Überwürfe, Krampe für nicht vorhandene Vorhangschlösser. Der Mittelstreifen ist reich konturiert und durchbrochen. Großes Schlossblech mit kleinem Schlüsselloch mit Deckel. Zwischen dem Schlossband und den Scharnierbändern ist je ein kleiner und ein größerer Engel. Die größeren mit gewaltiger Krone, in dieser die Jahreszahl 1864. An den Deckelenden ein S bzw. ein spiegelverkehrtes S.
Angabe des Vorbesitzers: Aus reichem Bauernhaus Neuenkirchen, Kreis Land Hadeln.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."