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Asymmetrische Tiefleier mit Pferdeköpfen an den Jochstangen und Entenkopf am Querholm

Ident. Nr.: ÄM 10247

ObjID: obj:590013

Details (Expert)

Beteiligte
Carl August Reinhardt (4.2.1856 - 25.11.1903),
Käufer*in
Datierung
Neues Reich
Datierung engl.: New Kingdom
Weitere Titel
Sammlungstitel: Asymmetrische Tiefleier mit Pferdeköpfen an den Jochstangen und Entenkopf am Querholm
Übersetzung: Lyra with horse heads
Geografische Bezüge
Material / Technik
Holz (Material); Paste, grün
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 78 x 94 x 22 cm

Objektbeschreibung

Die Leier ist ein Saiteninstrument, einer Lyra vergleichbar, und stammt ursprünglich aus Vorderasien. Sie kam zu Beginn des 2. Jhts. v. Chr. mit asiatischen Nomaden nach Ägypten und erfreute sich bald großer Beliebtheit. Während sie auf Grab- und Tempelreliefs bei Musikgruppen häufig dargestellt ist, gibt es nur sehr wenige erhaltene Originalinstrumente wie dieses, das – aus einem Grab stammend – den Verstorbenen im Jenseits musikalisch unterhalten sollte.
O. Zorn

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).