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Statuette der Isis mit Horus

Ident. Nr.: ÄM 10053

ObjID: obj:590119

Details (Expert)

Datierung
Spätzeit
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 15,2 x 3,8 x 7,4 cm

Objektbeschreibung

Die Bronzestatuette stellt die thronende Göttin Isis dar, die den auf ihrem Schoß sitzenden Horus-Knaben stillt. Isis trägt über ihrer Geierhaube einen Kopfschmuck, der aus Kuhhörnern und einer Sonnenscheibe besteht, wobei die Spitzen der Kuhhörner abgebrochen sind. In dieser Ikonographie ist Isis mit der anderen ägyptischen Muttergöttin Hathor verschmolzen und wird zur nährenden Muttergottheit erhoben.
Das Motiv der stillenden Isis mit dem Horus-Kind, die sog. Isis lactans, hat eine lange Tradition. Es bleibt bis zum Ausklang der ägyptischen Kulturgeschichte ein beliebtes Bildthema und lebt im Christentum im Bildnis der Maria mit dem Jesusknaben fort. Die hieroglyphische Inschrift an den zwei Seiten des Sockels lautet: „Isis möge Leben geben (an) Hep-men, Sohn des Pa-wen-hat-ef.“ Die Inschrift besteht demnach aus einer an Isis gerichteten Wunschformel für den Stifter der Statuette Hep-men (wörtlich Apis dauert), der der Sohn eines Mannes namens Pawenhatef war.
I. Liao

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).