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Osterbrief des Patriarchen von Alexandria

Ident. Nr.: P 10677

ObjID: obj:833949

Details (Expert)

Beteiligte
Otto Rubensohn (24.11.1867 - 9.8.1964),
Käufer*in
Datierung
Arabische Zeit
Genauer: 713 oder 719
Weitere Titel
Sammlungstitel: Osterbrief des Patriarchen von Alexandria
Übersetzung: Easter letter of the patriarch of Alexandria
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite: 42,3 x 170,8 cm (Teil VIII-XI)

Objektbeschreibung

Haupttext: Osterfestbrief des Patriarchen von Alexandrien (vermutlich Alexander II.), um das Datum des Osterfestes (16. April) anzukündigen; der Anfang ist nicht erhalten; zuerst allgemeine Wendungen über das Osterfest und Hinweise auf die Pflicht des Verfassers, dieses Fest durch solch ein besonderes Schreiben anzukündigen; danach Empfehlung zur Verkündigung des Evangeliums und theologische Ausführungen.

Protokoll: auf der Innenseite parallel zu den Fasern geschriebener Stempel des Papyrusherstellers mit Glaubensbekenntnis des Islam auf Arabisch und Griechisch, senkrecht zum Haupttext; auf der Außenseite quer zu den Fasern geschriebene Adresse an Gennathios, wahrscheinlich Abt des Schenuteklosters; Name des Absenders nicht erhalten.

Dieses Objekt ist sichtbar in der Ausstellung im Neuen Museum.

Nach BerlPap: http://berlpap.smb.museum/02848/

Letzte Aktualisierung: 16.09.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).