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Herzskarabäus eines Gottesvaters von Amun-Re (jt-nTr Jmn-Ra) Bak(-en)-chons

Ident. Nr.: ÄM 1820

ObjID: obj:591203

Details (Expert)

Datierung
spätes Neues Reich–3. Zwischenzeit
Datierung engl.: Late New Kingdom–Third Intermediate Period
Weitere Titel
Sammlungstitel: Herzskarabäus eines Gottesvaters von Amun-Re (jt-nTr Jmn-Ra) Bak(-en)-chons
Übersetzung: Heart scarab of the priest Bak(-en-)Chons
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 1,82 x 3,15 x 4,57 cm

Objektbeschreibung

Der kleine Herzskarabäus aus Lapislazuli mit Resten eines Blattgoldüberzugs ist eine Besonderheit, da Herzskarabäen von Privatpersonen aus dem Halbedelstein ebenso selten belegt sind wie solche aus dem Edelmetall, – eine Kombination beider Materialien ist noch weitaus seltener zu finden. Äußerst detailliert herausgearbeitet sind der Kopf und der Körper des Käfers, wohingegen die Basisseite mit einer stark verkürzten und zudem fehlerhaften Version des Herzspruches beschriftet wurde. Dennoch werden die Kernelemente des Spruches wiedergegeben: die Beschwörung des Herzens, sich vor Gericht zu Gunsten des Verstorbenen namens Bak(-en)-Chons einzusetzen.
(S. Töpfer)

Letzte Aktualisierung: 24.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Büste der Göttin Isis auf rundem Sockel

Büste der Göttin Isis auf rundem Sockel

Auf einem runden, nach oben verjüngten Sockel liegt eine Kugel, auf der die Büste der Göttin Isis in ihrer hellenistischen Ikonographie steht. Sie ist in einem attischen Chiton und darüber einer Knotenpalla gekleidet, wobei die Palla nach oben gezogen wurde, um den Kopf zu bedecken. Auf dem Kopf trägt Isis über der Palla einen Kopfschmuck, der aus Kuhhörnern, zwei Getreideähren, zwei Straußenfedern und einem Granatapfel besteht. Die Augen wurden mit kleinen Goldplatten aufgelegt. Zwei Vertiefungen auf den Goldplatten fungieren als die Pupillen der Göttin.Um die ägyptischen Gottheiten besser in der hellenistischen Weltanschauung integrieren zu können, fand bereits vor der Eroberung Alexanders des Großen die Angleichung ägyptischer Gottheiten mit den hellenistischen statt. So wurde Isis zum Beispiel häufig mit Demeter, Io oder Aphrodite gleichgesetzt. Die vielfachen Bedeutungen und Eigenschaften der ägyptischen Isis machte sie jedoch zu einer allumfassenden Göttin, die mit allen Göttinnen identisch war. Als Pendant zu dem neu kreierten ägyptisch-hellenistischen All- und Dynastiegott Serapis bekam Isis ebenfalls eine hellenistische Darstellungsform. Die vielfältigen Kronenvarianten und Attribute der Isis, analog zu den zahlreichen Verbindungsmöglichkeiten mit anderen Göttinnen, dienen dabei als Modifikations- und Verstärkungselemente sowie der Einbindung in kultische und mythische Zusammenhänge.So kennzeichnen die Kuhhörner der Berliner Isis-Büste, die zusammen mit den hohen Straußenfedern die Verbindung mit der ägyptischen Göttin Hathor verdeutlichen, genauso wie zur hellenistischen Io. Die Ähren und der Granatapfel stehen zudem für den Zusammenhang der Isis mit Demeter und Kore-Persephone. In dieser Gestalt der Isis tritt der Natur- und Fruchtbarkeitsaspekt deutlich in den Vordergrund.Des Weiteren wies der Bereich Palästina schon in pharaonischer Zeit enge Kontakte mit Ägypten auf. Hinzu kommt, dass sich die Isis-Kulte in der griechisch-römischen Zeit weit über die Grenzen Ägyptens hinaus über den gesamten Mittelmeerraum verbreiteten. Daher ist es nicht verwunderlich, im Land Israel solch eine Isis-Büste finden zu können.(I. Liao)