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Topf mit aufgetropftem Dekor in "Barbotine"-Technik

Ident. Nr.: ÄM 15292

ObjID: obj:591937

Credit: Schenkung James Simon, 1901

Details (Expert)

Datierung
Römische Kaiserzeit
Weitere Titel
Sammlungstitel: Topf mit aufgetropftem Dekor in "Barbotine"-Technik
Übersetzung: Pottery vessel with decoration in the 'Barbotine' technique
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 11,9 x 12,2 cm

Objektbeschreibung

Topf aus feinem roten Ton. Auf der Außenseite wurden Ornamente aus weißem Stuck aufgesetzt. Der Topf hatte ursprünglich drei Henkel, die jedoch abgebrochen sind. Der Begriff „Barbotine“ bezieht sich auf die Technik, bei der eine cremige Mischung aus Ton und Wasser auf eine Keramikoberfläche geträufelt wird, ähnlich wie man Kuchen mit Zuckerguss verziert. Dieser Mischung hat normalerweise eine Kontrastfarbe zum Rest des Gefäßes, um einen dekorativen Effekt zu erzielen, und bildet ein Muster oder eine Inschrift, die sich leicht über die Hauptoberfläche erhebt.
I. Regulski

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Fingerring der Tadja mit Hathorkopf, Papyrusdolde und Lotosblüte

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Der Ring stellt einen von insgesamt sechs aus blau glasierter Fayence gefertigten Hülsenringen (ÄM 16956–ÄM 16961) dar. Sie wurden in à-jour-Technik, d.h. in durchbrochener Arbeit, gefertigt. Die Ringe sind unterschiedlich groß, tragen jedoch alle ähnlichen Motive. Das Zentrum der breiten Ringschiene bildet das Gesicht der Hathor mit Kuhohren und Perücke über einem Zeichen, das eine Neb-Hieroglyphe darstellt. Bekrönt ist das Haupt von einem durchbrochen gearbeiteten Kopfputz. Den Rest der Ringfläche nehmen links eine Lotusblüte und rechts eine lilienartige Blüte ein, die zu 90 Grad in Bezug zum Hathorkopf gedreht sind, und durch Wellenlinien voneinander getrennt werden. Die Innenseite des Rings ist glasiert.Solche Hülsenringe trug man vermutlich weniger im Alltag, da sie zu fragil und z.T. zu lang sind, um sie bequem auf einem Fingerglied zu tragen. Die Symbolik der Ringe spricht eher für einen jenseitigen Nutzen. Die Pflanzenmotive, die Kombination von Wasser (Ursprung des Lebens, Lebensraum) in Verbindung mit Hathor (Himmel) macht die Ringe aus dem Grab der Tadja zu einem Abbild des Kosmos. Die Beigabe von solchen Ringen versinnbildlicht den Wunsch der Verstorbenen als Teil des kosmischen Lebenszyklus, in ein jenseitiges Leben wiedergeboren zu werden.Die Ringe stammen aus dem Grab eines Mädchens Tadja in der Nekropole von Abusir el-Meleq. Ihre Bestattung war ein herausragendes Beispiel eines vollständigen Grabinventars. Die Grabbeigaben werden alle im Ägyptischen Museum in Berlin verwahrt (ÄM 16956–ÄM 17015).I. Regulski

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Der Ring stellt einen von insgesamt sechs aus blau glasierter Fayence gefertigten Hülsenringen (ÄM 16956–ÄM 16961) dar. Sie wurden in à-jour-Technik, d.h. in durchbrochener Arbeit, gefertigt. Die Ringe sind unterschiedlich groß, tragen jedoch alle ähnlichen Motive. Das Zentrum der breiten Ringschiene bildet das Gesicht der Hathor mit Kuhohren und Perücke über einem Zeichen, das eine Neb-Hieroglyphe darstellt. Bekrönt ist das Haupt von einem durchbrochen gearbeiteten Kopfputz. Den Rest der Ringfläche nehmen links eine Lotusblüte und rechts eine lilienartige Blüte ein, die zu 90 Grad in Bezug zum Hathorkopf gedreht sind, und durch Wellenlinien voneinander getrennt werden. Die Innenseite des Rings ist glasiert.Solche Hülsenringe trug man vermutlich weniger im Alltag, da sie zu fragil und z.T. zu lang sind, um sie bequem auf einem Fingerglied zu tragen. Die Symbolik der Ringe spricht eher für einen jenseitigen Nutzen. Die Pflanzenmotive, die Kombination von Wasser (Ursprung des Lebens, Lebensraum) in Verbindung mit Hathor (Himmel) macht die Ringe aus dem Grab der Tadja zu einem Abbild des Kosmos. Die Beigabe von solchen Ringen versinnbildlicht den Wunsch der Verstorbenen als Teil des kosmischen Lebenszyklus, in ein jenseitiges Leben wiedergeboren zu werden.Die Ringe stammen aus dem Grab eines Mädchens Tadja in der Nekropole von Abusir el-Meleq. Ihre Bestattung war ein herausragendes Beispiel eines vollständigen Grabinventars. Die Grabbeigaben werden alle im Ägyptischen Museum in Berlin verwahrt (ÄM 16956–ÄM 17015).I. Regulski

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Der Ring stellt einen von insgesamt sechs aus blau glasierter Fayence gefertigten Hülsenringen (ÄM 16956–ÄM 16961) dar. Sie wurden in à-jour-Technik, d.h. in durchbrochener Arbeit, gefertigt. Die Ringe sind unterschiedlich groß, tragen jedoch alle ähnliche Motive. Das Zentrum der breiten Ringschiene bildet das Gesicht der Hathor mit Kuhohren und Perücke über einem Zeichen, das eine Neb-Hieroglyphe darstellt. Bekrönt ist das Haupt von einem durchbrochen gearbeiteten Kopfputz. Den Rest der Ringfläche nehmen links eine Lotusblüte und rechts eine lilienartige Blüte ein, die zu 90 Grad in Bezug zum Hathorkopf gedreht sind, und durch Wellenlinien voneinander getrennt werden. Die Innenseite des Rings ist glasiert.Solche Hülsenringe trug man vermutlich weniger im Alltag, da sie zu fragil und z.T. zu lang sind, um sie bequem auf einem Fingerglied zu tragen. Die Symbolik der Ringe spricht eher für einen jenseitigen Nutzen. Die Pflanzenmotive, die Kombination von Wasser (Ursprung des Lebens, Lebensraum) in Verbindung mit Hathor (Himmel) macht die Ringe aus dem Grab der Tadja zu einem Abbild des Kosmos. Die Beigabe von solchen Ringen versinnbildlicht den Wunsch der Verstorbenen als Teil des kosmischen Lebenszyklus, in ein jenseitiges Leben wiedergeboren zu werden.Die Ringe stammen aus dem Grab eines Mädchens Tadja in der Nekropole von Abusir el-Meleq. Ihre Bestattung war ein herausragendes Beispiel eines vollständigen Grabinventars. Die Grabbeigaben werden alle im Ägyptischen Museum in Berlin verwahrt (ÄM 16956–ÄM 17015).I. Regulski

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Korb-Gefäß mit zwei Ösen aus dem Grab der Tadja

Korb-Gefäß mit zwei Ösen aus dem Grab der Tadja

Der aus Fayence gefertigte Behälter imitiert einen geflochtenen Korb und ist außen und innen mit einer glänzenden dunkelblauen Glasur überzogen. Es hat eine beutelartige Form und ist leicht flachgedrückt, sodass die Öffnung ein Oval bildet. Am Öffnungsrand, entlang der Längsseiten des Ovals, befinden sich zwei gegenüberliegende Fortsätze mit einem Loch, an dem vermutlich ein beweglicher Griff oder heute nicht mehr vorhandene Trageschnüre aus organischem Material angebracht worden sein könnten. Die Dekoration des Gefäßkörpers besteht aus waagerechten Linien, deren Zwischenräume mit kurzen diagonalen Linien gefüllt sind. Von den Laschen ausgehend verlaufen über den Gefäßboden sich kreuzende Linien, die möglicherweise einen Henkel imitieren sollen. Diese Dekoration wurde vermutlich in dunkler Farbe oder durch Ritzungen aufgetragen, die später mit Glasur gefüllt wurden. Die Innenseite des Gefäßes weist am Boden unregelmäßige Absätze auf. Es ist zu vermuten, dass der Gefäßboden separat angesetzt wurde; an der Außenfläche ist dieser Vorgang nicht erkennbar. Das Gefäßmuster ahmt ein Flechtwerk aus Palmblattstreifen nach, ein Material, das für die Herstellung von Matten, Netzen und Körben gebräuchlich war.Das Fayence-Gefäß ist Teil der Grabausstattung des Mädchens Tadja in der Nekropole von Abusir el-Meleq. Ihre Bestattung war ein herausragendes Beispiel eines vollständigen Grabinventars. Die Grabbeigaben werden alle im Ägyptischen Museum in Berlin verwahrt (ÄM 16956–ÄM 17015).S. Steines / redak. I. Regulski

Fingerring der Tadja mit Hathorkopf, Papyrusdolde und Lotosblüte

Fingerring der Tadja mit Hathorkopf, Papyrusdolde und Lotosblüte

Der Ring stellt einen von insgesamt sechs aus blau glasierter Fayence gefertigten Hülsenringen (ÄM 16956–ÄM 16961) dar. Sie wurden in à-jour-Technik, d.h. in durchbrochener Arbeit, gefertigt. Die Ringe sind unterschiedlich groß, tragen jedoch alle ähnliche Motive. Das Zentrum der breiten Ringschiene bildet das Gesicht der Hathor mit Kuhohren und Perücke über einem Zeichen, das eine Neb-Hieroglyphe darstellt. Bekrönt ist das Haupt von einem durchbrochen gearbeiteten Kopfputz. Den Rest der Ringfläche nehmen links eine Lotusblüte und rechts eine lilienartige Blüte ein, die zu 90 Grad in Bezug zum Hathorkopf gedreht sind, und durch Wellenlinien voneinander getrennt werden. Die Innenseite des Rings ist glasiert.Solche Hülsenringe trug man vermutlich weniger im Alltag, da sie zu fragil und z.T. zu lang sind, um sie bequem auf einem Fingerglied zu tragen. Die Symbolik der Ringe spricht eher für einen jenseitigen Nutzen. Die Pflanzenmotive, die Kombination von Wasser (Ursprung des Lebens, Lebensraum) in Verbindung mit Hathor (Himmel) macht die Ringe aus dem Grab der Tadja zu einem Abbild des Kosmos. Die Beigabe von solchen Ringen versinnbildlicht den Wunsch der Verstorbenen als Teil des kosmischen Lebenszyklus, in ein jenseitiges Leben wiedergeboren zu werden.Die Ringe stammen aus dem Grab eines Mädchens Tadja in der Nekropole von Abusir el-Meleq. Ihre Bestattung war ein herausragendes Beispiel eines vollständigen Grabinventars. Die Grabbeigaben werden alle im Ägyptischen Museum in Berlin verwahrt (ÄM 16956–ÄM 17015).I. Regulski

Terrakotte in Gestalt eines geflügelten, tanzenden Bes

Terrakotte in Gestalt eines geflügelten, tanzenden Bes

Die Terrakotte aus dem ersten vorchristlichen Jahrhundert zeigt den tanzenden Zwerggott Bes. Der en face darstellte Gott in schwunghafter Tanzbewegung ist durch seine bärtigen, etwas grotesk wirkenden Gesichtszüge mit heraushängender Zunge gekennzeichnet. Er ist in einem ärmelfreien, unter dem Bauch gegürtelten Gewand gekleidet und trägt einen Kopfschmuck aus langen Straußenfedern. Als Zusatzattribut bekommt er hier noch ein Paar Flügel. In seiner rechten Hand hält er am Körper ein längliches Objekt mit Verzierungen, wahrscheinlich einen Weinkrug. Er steht auf einem mit Akanthusblättern verzierten Kapitell. Typisch für eine ägyptische Terrakotte wurden nur die Details der Vorderseite ausmodelliert. Die Rückseite besteht lediglich aus einer gewölbten, glatten Schale, zu der noch eine Öse hinzugefügt ist. Solche Tonfiguren wurden in der Regel in Privathäusern in Wandnischen, die als eine Art Hausaltar fungierten, aufbewahrt. In ebensolchen Wandnischen wurden sie auch in ägyptischen Siedlungen der griechisch-römischen Zeit aufgestellt. Mit der Öse konnten sie in der Nische aufgehängt werden.Der Gott Bes, der ursprünglich aus dem Sudan stammte und ab spätestens der 12. Dynastie in Ägypten belegt ist, wurde vom ägyptischen Volk als eine Art Schutzgottheit im häuslichen Bereich verehrt. Durch sein wildes, schreckhaftes Aussehen wurde Bes die Funktion zugewiesen, die Menschen vor bösen Kräften zu bewahren. Außerdem wurde er häufig im Umfeld der Göttin Hathor mit Musik, Tanz und Trunkenheit in Verbindung gebracht. Tanz und Musik wurden bei Bes nicht nur als Mittel der Abwehr verstanden, sondern spielten zugleich auch Freude, Heiterkeit sowie die dadurch hervorgebrachte Sexualität an. Auch der Weinkrug des Bes lässt sich in diesem freudestiftenden Zusammenhang verstehen.In der Ikonographie des musizierenden, tanzenden und trinkenden Bes ist er zum einen ein apotropäischer Gott für das ägyptische Volk. Zum anderen steht er in enger Beziehung mit Fruchtbarkeit und Zeugung. In dieser Gestalt spielt er insbesondere in den Bereichen Fruchtbarkeit, Empfängnis, Schwangerschaft, Geburt und Kindbett eine besonders wichtige Rolle für die Frauen.(I. Liao)

Statuette der Göttin Seschat

Statuette der Göttin Seschat

Die Bronzestatuette stellt die Göttin Seschat in stehender Haltung mit herabhängenden, eng am Körper liegenden Armen dar. Sie trägt über der Strähnenperücke einen Kopfschmuck, der aus einer Geierhaube mit einer Uräusschlange und der darüber liegenden Hieroglyphe ihres Namens besteht. Das hieroglyphische Zeichen setzt sich aus einer stilisierten Rosette auf einem Stängel, die von beiden Seiten von zwei sich anblickenden Schlangen umgeben ist, zusammen. Sie ist in einem eng anliegenden, knöchellangen Kleid gekleidet, über dem sie ein Halskragen trägt. An ihren Armen und Beinen sind zudem mehrere Arm- und Beinreifen zu sehen.Seschat war die Göttin des Schreibens, Rechnens und Bauwesens, die schon seit der ägyptischen Frühzeit belegt ist. Zudem war sie für die Gründung und den Erhalt der Tempel sowie dem damit verknüpften Fortdauern des Königtums verantwortlich. In der Zeit nach dem Alten Reich wurde Seschat verstärkt dem König zugeordnet. Daher erscheint sie auch häufiger in der Ikonographie des mit dem König und Tempel verbundenen Wesenszugs. Obwohl Seschat häufig auf Flachbildern belegt ist, sind bisher nur sehr wenige rundplastische Darstellungen von ihr bekannt. Sie sind zudem alle in die Spätzeit zu datieren. Die Berliner Bronzestatuette ÄM 19656 gehört zu der extrem wenigen Belegen aus der Spätzeit für die Darstellung der Seschat in rundplastischer Umsetzung.Bislang lässt sich die kultische Verehrung der Seschat lediglich vom Alten bis Mittleren Reich nachweisen. In der Spätzeit in Sais sowie ungefähr zeitgleich in Verbindung mit Thot in der oberägyptischen Stadt Hermopolis magna, ist der Kult der Seschat erneut belegt. Die spätzeitlichen Statuetten der Göttin könnten als Votivgaben in ihren Kultstätten geweiht worden sein.(I. Liao)