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Gefäß in der Gestalt eines Wasservogels aus dem Grab der Tadja

Ident. Nr.: ÄM 16995

ObjID: obj:592294

Details (Expert)

Beteiligte
Otto Rubensohn (24.11.1867 - 9.8.1964),
Grabungsleiter*in
Datierung
25. Dynastie (Kuschiten) (3. Zwischenzeit -> Ägypten)
Weitere Titel
Gefäß in der Gestalt eines Wasservogels aus dem Grab der Tadja
Übersetzung: Vessel in the shape of a water bird from the tomb of Tadja
Geografische Bezüge
Material / Technik
Fayence (Material), grün
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 11 x 16 x 7,1 cm

Objektbeschreibung

Das aus Fayence gefertigte und mit blauer Glasur überzogene Gefäß stellt einen Wasservogel – wahrscheinlich eine Ente – mit abgespreizten Flügeln dar. Die Flügel werden durch eine Strebe aus Fayence unterstützt. Zwischen den Schwingen befindet sich ein hochgezogener, mit einem breiten Rand versehener Einguss. Dieser Rand berührt den Hinterkopf des aufragenden Vogelkopfes, welcher große, aus Kreisen bestehende Augen hat. Der geöffnete Schnabel des Tieres dient als Ausguss. Der Wasservogel sitzt auf einer quaderförmigen Standplatte, Beine oder Füße sind nicht ausgebildet. Das Gefäß wurde vermutlich aus mehreren Teilen zusammengefügt.
Über das natürliche Verhalten der Tiere während der Paarungszeit, bei der mit lautem Geschnatter mehrere Erpel auf ein Weibchen losgehen, lässt sich auch eine sexuelle Assoziation ableiten, die für die Ägypter Anlass gewesen sein könnte, sich des Motivs der Ente zu bedienen. Hierdurch könnte dem Wunsch nach jenseitiger Fruchtbarkeit und dem Weiterleben über den Tod hinaus Ausdruck verliehen worden sein.
Das tierförmige Gefäß gehört zur Grabausstattung des Mädchens Tadja in der Nekropole von Abusir el-Meleq. Ihre Bestattung war ein herausragendes Beispiel eines vollständigen Grabinventars. Die Grabbeigaben werden alle im Ägyptischen Museum in Berlin verwahrt (ÄM 16956–ÄM 17015).
S. Steines / redak. I. Regulski

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Büste der Göttin Isis auf rundem Sockel

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Fingerring der Tadja mit Hathorkopf, Papyrusdolde und Lotosblüte

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Der Ring stellt einen von insgesamt sechs aus blau glasierter Fayence gefertigten Hülsenringen (ÄM 16956–ÄM 16961) dar. Sie wurden in à-jour-Technik, d.h. in durchbrochener Arbeit, gefertigt. Die Ringe sind unterschiedlich groß, tragen jedoch alle ähnlichen Motive. Das Zentrum der breiten Ringschiene bildet das Gesicht der Hathor mit Kuhohren und Perücke über einem Zeichen, das eine Neb-Hieroglyphe darstellt. Bekrönt ist das Haupt von einem durchbrochen gearbeiteten Kopfputz. Den Rest der Ringfläche nehmen links eine Lotusblüte und rechts eine lilienartige Blüte ein, die zu 90 Grad in Bezug zum Hathorkopf gedreht sind, und durch Wellenlinien voneinander getrennt werden. Die Innenseite des Rings ist glasiert.Solche Hülsenringe trug man vermutlich weniger im Alltag, da sie zu fragil und z.T. zu lang sind, um sie bequem auf einem Fingerglied zu tragen. Die Symbolik der Ringe spricht eher für einen jenseitigen Nutzen. Die Pflanzenmotive, die Kombination von Wasser (Ursprung des Lebens, Lebensraum) in Verbindung mit Hathor (Himmel) macht die Ringe aus dem Grab der Tadja zu einem Abbild des Kosmos. Die Beigabe von solchen Ringen versinnbildlicht den Wunsch der Verstorbenen als Teil des kosmischen Lebenszyklus, in ein jenseitiges Leben wiedergeboren zu werden.Die Ringe stammen aus dem Grab eines Mädchens Tadja in der Nekropole von Abusir el-Meleq. Ihre Bestattung war ein herausragendes Beispiel eines vollständigen Grabinventars. Die Grabbeigaben werden alle im Ägyptischen Museum in Berlin verwahrt (ÄM 16956–ÄM 17015).I. Regulski

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