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Herzskarabäus eines Gottesvaters von Amun-Re (jt-nTr Jmn-Ra) Bak(-en)-chons

Ident. Nr.: ÄM 1820

ObjID: obj:591203

Details (Expert)

Datierung
spätes Neues Reich–3. Zwischenzeit
Datierung engl.: Late New Kingdom–Third Intermediate Period
Weitere Titel
Sammlungstitel: Herzskarabäus eines Gottesvaters von Amun-Re (jt-nTr Jmn-Ra) Bak(-en)-chons
Übersetzung: Heart scarab of the priest Bak(-en-)Chons
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 1,82 x 3,15 x 4,57 cm

Objektbeschreibung

Der kleine Herzskarabäus aus Lapislazuli mit Resten eines Blattgoldüberzugs ist eine Besonderheit, da Herzskarabäen von Privatpersonen aus dem Halbedelstein ebenso selten belegt sind wie solche aus dem Edelmetall, – eine Kombination beider Materialien ist noch weitaus seltener zu finden. Äußerst detailliert herausgearbeitet sind der Kopf und der Körper des Käfers, wohingegen die Basisseite mit einer stark verkürzten und zudem fehlerhaften Version des Herzspruches beschriftet wurde. Dennoch werden die Kernelemente des Spruches wiedergegeben: die Beschwörung des Herzens, sich vor Gericht zu Gunsten des Verstorbenen namens Bak(-en)-Chons einzusetzen.
(S. Töpfer)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).