Handgelenkschutz für einen Bogenschützen (Ledermanschette)
Ident. Nr.: ÄM 15085
ObjID: obj:591872
Kontakt
Einrichtung:
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
E-Mail:
aemp@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Datierung
- 2. Zwischenzeit–frühes Neues Reich
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Handgelenkschutz für einen Bogenschützen (Ledermanschette)Übersetzung: Wrist Protection for Archers
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Leder, gegerbt (Material / Fauna / Leder) von einem Rind
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 9,5 x 9 x 3,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/591872
Objektbeschreibung
Die Ledermanschette wurde von Bogenschützen um das Handgelenk getragen. So sei auf die Stele des Vorstehers der Wüstenpolizei, Kai (ÄM 22820), verwiesen, der als Bogenschütze dargestellt ist und an seinem linken Handgelenk ein entsprechendes Schutzarmband trägt. Deren Außenseite wurde mittels Schnüre oder Lederbänder um das Gelenk gebunden, die durch zwei Löcher gezogen wurden. Da die Haut an dieser Stelle besonders empfindlich ist, schützte die Manschettenzunge das Gelenk vor der zurückschwingenden Bogensehne. Amulett-Symbole und Ornamente sowie Lotosblüten und Papyrusdolden verzieren die Außenseite. Vergleichbare Manschetten wurden in den Gräbern der nubischen „Pangrave“-Kultur gefunden. Diese standen als Bogenschützen im Dienst des ägyptischen Pharaos. Die Innovation dieser Form der Manschetten kam jedoch aus dem Osten Ägyptens, von den sogenannten Hyksos.
(J. Helmbold-Doyé)
Letzte Aktualisierung: 25.08.2025
Kontakt
Einrichtung:
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
E-Mail:
aemp@smb.spk-berlin.de