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Topf mit aufgetropftem Dekor in "Barbotine"-Technik

Ident. Nr.: ÄM 15289

ObjID: obj:591935

Details (Expert)

Datierung
Römische Kaiserzeit
Weitere Titel
Sammlungstitel: Topf mit aufgetropftem Dekor in "Barbotine"-Technik
Übersetzung: Pottery vessel with decoration in the 'Barbotine' technique
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 12,8 x 13,6 cm

Objektbeschreibung

Topf aus feinem roten Thon, ursprünglich zweihenklig, außen mit Ornamenten aus weißem und rötlichem Stuck aufgesetzt. Oben beschädigt. Dieser Keramiktyp wurde nach einem Süßbäcker von König Louis XIV. „Barbotine“ genannt. Der Begriff bezieht sich auf die Technik, bei der eine cremige Mischung aus Ton und Wasser auf eine Keramikoberfläche geträufelt wird, ähnlich wie man Kuchen mit Zuckerguss verziert. Der Slip hat normalerweise eine Kontrastfarbe zum Rest des Gefäßes um einen dekorativen Effekt zu erzielen, und bildet ein Muster, das sich leicht über die Hauptoberfläche erhebt.
I. Regulski

Letzte Aktualisierung: 04.09.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).