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Fingerring der Tadja mit Lotosblüten

Ident. Nr.: ÄM 16962

ObjID: obj:592265

Details (Expert)

Beteiligte
Otto Rubensohn (24.11.1867 - 9.8.1964),
Grabungsleiter*in
Weitere Titel
Sammlungstitel: Fingerring der Tadja mit Lotosblüten
Übersetzung: Finger ring of Tadja with lotus flowers
Geografische Bezüge
Material / Technik
Fayence (Material), blau
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 2,1 x 2,2 cm

Objektbeschreibung

Der Ring gehört zu einer Gruppe ähnlich gestalteter, aus blau glasierter Fayence gefertigter Stücke, und zeigt eine vereinfachte florale Ritzdekoration. Sie besteht aus zwei Lotusblüten und einer muschelartigen Form, die vermutlich eine Papyrusdolde darstellen soll. Der Rand des Ringes ist lediglich auf einer Seite mithilfe einer versenkt umlaufenden Linie abgesetzt. Die Räume zwischen den Blütenblättern des Lotus sind in à-jour-Technik gefertigt. Zudem findet sich bei jeder Blüte, meist im unteren Drittel, eine paarweise angeordnete Bohrung. Die Innenseite ist glasiert. Die florale Dekoration verweist auf die regenerative Funktion des Ringes.
Die Ringe stammen aus dem Grab eines Mädchens Tadja in der Nekropole von Abusir el-Meleq. Ihre Bestattung war ein herausragendes Beispiel eines vollständigen Grabinventars. Die Grabbeigaben werden alle im Ägyptischen Museum in Berlin verwahrt (ÄM 16956–ÄM 17015).
I. Regulski

Letzte Aktualisierung: 04.09.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).