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Kette bestehend aus verschieden farbigen Scheibenperlen

Ident. Nr.: ÄM 23549

ObjID: obj:594411

Details (Expert)

Beteiligte
Guy Brunton (1878 - 1948),
Grabungsleiter*in
Datierung
19. Dynastie
Geografische Bezüge
Material / Technik
Fayence (Material), blau, gelb, grün, rot, schwarz
Abmessungen
Länge x Durchmesser: 188 x 0,3 cm

Objektbeschreibung

Der englische Archäologe Guy Brunton entdeckte bei Ausgrabungen in Matmar in Mittelägypten einen Friedhof, der in unterschiedlicher Intensität von der Prädynastischen bis in die Frühbyzantinische Zeit in Benutzung war. In Grab 890 aus dem Neuen Reich war in einem Holzsarg ein etwa sechsjähriges Mädchen bestattet worden. Zu den Beigaben gehörten neben einem Keramikgefäß, zwei Ohrpilzen und vier Skarabäen auch zahlreiche Fayenceperlen. Die meisten fanden sich am Hals der Verstorbenen und bildeten einst wohl drei oder vier Ketten. Wahrscheinlich haben die Ausgräber vor Ort alle Perlen auf eine Schnur aufgezogen, wodurch eine 1,88 Meter lange Kette entstand, die in dieser Form sicherlich nicht der ursprünglichen Gestaltung entspricht.
(K. Finneiser)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).