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Flora / Dattel (Phoenix dactylifera L.); Kerne und Früchte

Ident. Nr.: ÄM 3361

ObjID: obj:594440

Details (Expert)

Beteiligte
Ernesto Schiaparelli (1856–1928),
Grabungsleiter*in
Georg Schweinfurth (29.12.1836 - 19.9.1925),
Mäzen*atin
Datierung
Griechisch–Römische Zeit
Geografische Bezüge
Abmessungen
Kistenmaß: 3,6 x 9,9 x 6 cm

Objektbeschreibung

Dattelfrüchte gehörten zu den Grundnahrungsmitteln. Man kann sie frisch oder getrocknet essen, aber auch zu Pasten und Zucker verarbeiten. Auch der harte Kern kann genutzt werden. Aus ihm lässt sich ein Speiseöl gewinnen.
Neben der Nutzung als Nahrungsmittel wurde sie in der Medizin als Abführmittel eingesetzt bzw. als Paste für Umschläge verschiedener Art.
So verwundert es nicht, dass die Palme im Alten Ägypten einen hohen Stellenwert hatte und sich ihre damalige Nutzung kaum von der heutigen unterscheidet. Dies ist umso bemerkenswerter wenn man bedenkt, dass die Früchte der Dattelpalme nur genießbar sind, wenn sie künstlich befruchtet werden. Dazu müssen Arbeiter die Bäume erklimmen und mitgeführte männliche Blüten über die weiblichen der Palme ausschütten. Somit wird schon im Alten Ägypten eine intensive gärtnerische Tätigkeit geherrscht haben.
(K. Finneiser)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).