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Gemme mit Darstellung des Gottes Heliorus

Ident. Nr.: ÄM 9926

ObjID: obj:595055

Details (Expert)

Beteiligte
Antiquarium, Königliche Museen zu Berlin (1830 - 1918),
Vorbesitzer*in
Datierung
Historische Datierung: 1.–2. Jh. n. Chr.
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 1,05 x 0,9 x 0,45 cm

Objektbeschreibung

«Vs.: Auf dieser Gemme steht der Gott leicht nach links gewendet, das linke Spielbein etwas zur Seite gesetzt. Er ist mit einem kurzen Schurz bekleidet und hält in der ausgestreckten Rechten eine Schlange mit Strahlenkrone; in der gesenkten Linken trägt er eine Situla (?). Der große Löwenkopf mit geöffnetem Maul und massiger Mähne erscheint im Profil nach links, versehen mit einer siebenstrahligen Krone. Die Schlange, die er statt der üblichen Attribute trägt, deutet wohl die Verbindung mit Chnoubis an (…), was das Chnoubiszeichen und die Inschrift auf der Rs. bestätigen (…). Sorgfältige, differenzierende Arbeit (muskulöser Oberkörper, Schrägfalten im Schurz, Löwenmähne). Rs.: In der Mitte Chnoubiszeichen. Auf dem Rand umlaufend: (…) „Chnouphis, du mögest mich salben“ (H. Maehler).»
Aus: Philipp, Hanna, Mira et Magica. Gemmen im Ägyptischen Museum der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz Berlin-Charlottenburg, Mainz am Rhein 1986, S. 92-93.

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).