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Gefäß mit Ausguss und drei Füßen

Ident. Nr.: ÄM 20947

ObjID: obj:598263

Details (Expert)

Beteiligte
Francis Llewellyn Griffith (27.5.1862 - 14.3.1934),
Grabungsleiter*in
Datierung
Meroitisch bis Post-Meroitisch
Datierung engl.: Late Meriotic Period
Weitere Titel
Sammlungstitel: Gefäß mit Ausguss und drei Füßen
Übersetzung: Vessel with spout
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 8,1 x 11,3 x 15,8 cm

Objektbeschreibung

Der tiefe Napf steht auf drei zapfenartigen Füßen. Unter dem breiten Rand des Napfes setzt eine gerade Tülle an. Metallgefäße dieser Art wurden vor allem in Friedhöfen Nubiens in hoher Anzahl gefunden. Dieses Exemplar stammt aus einem Familiengrab, in dem mindestens zwei Erwachsene und ein Kind bestattet waren. Die Dekoration auf dem Rand mit stilisierten Weinranken lässt Zweifel an der Interpretation als Schnabeltasse aufkommen. Vielmehr wird es sich um ein hochwertiges Trinkgeschirr gehandelt haben, aus dem möglicherweise Wein genossen wurde.
(J. Helmbold-Doyé)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).