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Beidseitig reliefierte Bildhauerstudie mit der Darstellung einer Eule und eines Geiers auf einer Seite und zwei Schwalben auf der anderen Seite

Ident. Nr.: ÄM 22588

ObjID: obj:598869

Details (Expert)

Datierung
30. Dynastie–frühe Ptolemäerzeit
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 9,4 x 16,7 x 3 cm

Objektbeschreibung

Der Reliefblock diente als Bildhauerstudie für verschiedene Vögel. Auf der einen Seite befinden sich zwei Schwalben unterschiedlicher Größe jeweils in einem Rahmen und auf der anderen Seite ein Geier und eine Eule. Alle Vögel weisen eine detailgetreue Ausarbeitung auf, jedoch handelt es sich bei dem Objekt nur um eine Reliefstudie, mit deren Hilfe die Proportionierung und Darstellung von Hieroglyphen geübt wurden.
(J. Jancziak)

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).