Logo

Statuette des mumienförmigen Gottes Osiris mit der Atef-Krone

Ident. Nr.: ÄM 2317

ObjID: obj:598940

Details (Expert)

Beteiligte
Heinrich Brugsch (18.2.1827 - 9.9.1894)
Datierung
Spätzeit
Weitere Titel
Sammlungstitel: Statuette des mumienförmigen Gottes Osiris mit der Atef-Krone
Übersetzung: Statuette of the God Osiris with Antef Crown
Geografische Bezüge
Material / Technik
Bronze (Material / Metall)
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 37,5 x 8,5 x 7 cm (mit Zapfen)

Objektbeschreibung

Osiris ist ein Beleg für die Mehrschichtigkeit von Funktionen in der altägyptischen Götterwelt. Neben seiner Funktion als Jenseitsherrscher, vor dem sich jeder Verstorbene zu rechtfertigen hatte bevor er seine Wiederauferstehung in der jenseitigen Welt feiern konnte, war Osiris auch Fruchtbarkeits- und Vegetationsgott. Dies spiegelt sich in seiner Farbgestaltung wieder. Während grüne Farbe für Wachstum und Gedeihen steht, wird mit schwarz die Fruchtbarkeit des Ackerbodens assoziiert.

Letzte Aktualisierung: 22.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).