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Horusstele des Pentaes, Sohn des Hapertais und der Tainachthes

Ident. Nr.: ÄM 4434

ObjID: obj:599515

Details (Expert)

Beteiligte
Karl Ferdinand Friedrich von Nagler (1770-1846),
Vorbesitzer*in
Weitere Titel
Sammlungstitel: Horusstele des Pentaes, Sohn des Hapertais und der Tainachthes
Übersetzung: Magical Stela (Cippus of Horus on the Crocodiles) of Pentaes, son of Hapertais and of Tainachthes
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 19,5 x 10,9 x 6,7 cm

Objektbeschreibung

Die magische Stele zeigt den Gott Horus als nacktes Kind, das frontal auf zwei Krokodilen steht. Als Bezwinger der gefährlichen Tiere packt er Löwen, Skorpione, Schlangen und Gazellen mit den Händen. Über ihm ist das Gesicht des zwergenähnlichen Schutzgottes Bes dargestellt. Ein Lotusemblem des Gottes Nefertem und eine ithyphallische Falkengestalt des Sonnengottes Re-Harachte-Sokar-Osiris, Symbole für Verjüngung und Zeugungskraft, flankieren das Horus-Kind. Eine geflügelte Sonnenscheibe ziert die Fläche der abgerundeten Oberkante. Weitere Flächen sind gänzlich mit magischen Texten beschriftet, die um Schutz vor Schlangenbissen, Skorpionstichen und wilden Tieren bitten. Das Horus-Kind, das durch den Zauber seiner Mutter Isis das Gift von Skorpionen und Schlangen überstand, galt als Identifikationsfigur für Erkrankte, die sich durch den Gott Schutz vor den gefährlichen Tieren erhofften. In der Praxis wurde die Stele im Tempelbezirk mit Wasser übergossen, das anschließend für äußere und innere Anwendung an die Gläubigen verteilt wurde.
Die Stele wurde laut der hieroglyphischen Inschrift für einen Mann namens Pentaes, Sohn des Hapertais und der Tainachthes, angefertigt.
I. Liao / J. Moje

Letzte Aktualisierung: 05.01.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).