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Uschebti des Psammetich

Ident. Nr.: ÄM 7437

ObjID: obj:601172

Details (Expert)

Datierung
26.-27. Dynastie
Datierung engl.: Late Period
Weitere Titel
Sammlungstitel: Uschebti des Psammetich
Übersetzung: Shabti of Psametik son of Merit-Neith
Geografische Bezüge
Material / Technik
Fayence (Material), grün
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 19,1 x 5,5 x 3,9 cm

Objektbeschreibung

Ab der 26. Dynastie, der beginnenden Spätzeit, erfuhren die Uschebtis eine letzte größere Modifikation ihres Aussehens. Charakteristisch für Statuetten dieser Zeit sind der Rückenpfeiler und die Basis, welche vorher für Uschebtis nicht verwendet wurden. Die Körper sind jetzt immer mumienförmig, Aufseher in der „Tracht der Lebenden“ gibt es nicht mehr. Auch die Geräte (Hacke und Grabstock in den Händen, dazu ein mit einer Schnur über der linken Schulter getragenes Saatgutsäckchen) erscheinen von jetzt an fast immer in vergleichbarer Form. Man gewinnt den Eindruck, dass die neue Formensprache zentral initiiert und zügig kommuniziert worden sein muss. Die handwerkliche Fertigung ist bei vielen Stücken dieser Zeit besonders qualitätvoll. Der auf dem Körper eingravierte sogenannte Uschebti-Spruch verliert seine Vielfältigkeit und erscheint in einer stark standardisierten Form bis zum Ende der Spätzeit, in der die größte Varianz in Auslassungen und Fehlern vonseiten der in der Hieroglyphenschrift unerfahrenen Handwerker besteht. Der Spruch lautet hier: „Es werde erleuchtet der Osiris, Vorsteher der Schreiber des königlichen Mahls, Psammetich, geboren von Merit-Neith, gerechtfertigt. Er sagt: O diese Uschebtis, wenn man aufruft den Osiris, Vorsteher der Schreiber des königlichen Mahls, Psammetich, geboren von Merit-Neith, gerechtfertigt, um auszuführen jegliche Arbeit, die gemacht werden soll dort in der Nekropole, und wenn Schwierigkeiten bereitet werden dort einem Mann bei seinen Aufgaben: ‚Siehe, hier bin ich!‘, sollt ihr sagen. Wenn man euch aufruft jederzeit, um zu arbeiten dort, um zu begrünen die Felder, um zu bewässern die Ufer, um überzufahren Sand von Westen zum Osten und umgekehrt: ‚Siehe, hier bin ich!‘, sollt ihr sagen.“ Der Besitzer des hier gezeigten Uschebti mit Namen Psammetich, geboren von Merit-Neith („die von Neith Geliebte“), ist durch zahlreiche Statuetten bekannt, die weltweit über viele Sammlungen verstreut sind. Sein Grab wurde bereits 1863 offenbar nahezu unbeschädigt in Saqqara entdeckt, knapp hinter dem Jeremias-Kloster, zwischen Pyramide und Taltempel des Unas-Bezirks. Angelegt wurde es vermutlich in der Phase des Übergangs von der 26. zur 27. Dynastie. Anhand seiner Titel erfahren wir, dass Psammetich in der gehobenen Verwaltung tätig war.
J. Moje

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).