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Einzelne Sandale, links

Ident. Nr.: ÄM 8466

ObjID: obj:601626

Details (Expert)

Beteiligte
George Andrew Reisner (5.11.1867 - 6.6.1942),
Grabungsleiter*in
Walter Wreszinski (8.3.1880 - 9.4.1935),
Mäzen*atin
Datierung
Kerma (Mittel/Obernubien)
Weitere Titel
Sammlungstitel: Einzelne Sandale, links
Übersetzung: Single Sandal
Material / Technik
Leder (Material / Fauna)
Abmessungen
Länge x Breite x Höhe: 26,3 x 10,5 x 2,9 cm

Objektbeschreibung

Die einzelne Sandale gehört zu der am häufigsten belegten Form der nubischen Kermakultur. Sie war wie ein moderner „Flipflop“ gearbeitet, jedoch vollständig aus Leder hergestellt. Das Zentrum dieser indigenen Kultur lag in Kerma (Sudan) und zeichnet sich durch eine befestigte Siedlung sowie mehrere Friedhöfe mit reichen Bestattungen aus. Der Ausgräber George A. Reisner fand die linke Sandale in einem der runden Gräber, einem sogenannten Tumulus, das mit annähernd 12 m Durchmesser eher zu den bescheideneren Vertretern gehört. Trotz des verhältnismäßig kleinen Umfangs waren in dem dortigen Raum „B“ insgesamt 42 Personen bestattet und einer von diesen gehörte der Schuh. Sandalen waren Teil der üblichen Ausstattung dieser Gräber und wurden von den Verstorbenen an den Füßen getragen. Da das Grab beraubt war, konnte der rechte Schuh nicht gefunden werden.
(J. Helmbold-Doyé)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).