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Schildring mit dem widderköpfigen Gott Amun und sechs tropfenförmigen Anhängern

Ident. Nr.: ÄM 22870

ObjID: obj:605657

Details (Expert)

Beteiligte
Giuseppe Ferlini (24.4.1797 - 30.12.1870),
Vorbesitzer*in
Datierung
Historische Datierung: Amanishakheto (Amanischacheto)
Weitere Titel
Sammlungstitel: Schildring mit dem widderköpfigen Gott Amun und sechs tropfenförmigen Anhängern
Übersetzung: Shield-ring with ram-headed god Amun
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 4,5 x 3,6 x 2,8 cm (Ring ausgeklappt)

Objektbeschreibung

In der Mitte des Schildrings befindet sich der massiv gegossene Widderkopf des Gottes Amun mit einer Zweifederkrone. Diese besteht aus hohen Falkenfedern hinter einer Sonnenscheibe auf dem gedrehten Widdergehörn ergänzt um drei Uräusschlangen, die ihrerseits verschiedene Kronen tragen. Um den Hals sowie über den Ohren hängen mehrere Ketten. Der stilisierte Schulterkragen ist zudem mit verschiedenartigen Ketten geschmückt, die zudem mit blauer und grüner Glaspaste ausgefüllt sind. Am unteren Rand sind Ösen aufgelötet, durch die ein Draht läuft, an dem kleine Nachbildungen von Muscheln hängen. Bei dem widderköpfigen Gott handelt es sich um einen der mächtigsten Götter des Südens, der über Jahrhunderte hinweg in den Reichen von Napata und Meroe verehrt wurde.
(J. Helmbold-Doyé)

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).