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Kopf einer Statue Amenemhet III. mit oberägyptischer Krone

Ident. Nr.: ÄM 17950

ObjID: obj:605987

Credit: Schenkung James Simon, 1906

Details (Expert)

Beteiligte
James Simon (17.9.1851 - 23.5.1932),
Mäzen*atin
Datierung
Ammenemes III. (Amenemhet III.)
Geografische Bezüge
Material / Technik
Diorit (Material / Stein)
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 27,5 x 11 x 18,5 cm

Objektbeschreibung

Grundgedanke des königlichen Rundbildes des Mittleren Reiches ist das gegenwartsbezogene Herrscherporträt. Am deutlichsten wird dieses bei den Darstellungen von Sesostris III. und Amenemhet III. Sie sind Ausdruck von machtpolitischer Entschlossenheit und ausgeprägtem Selbstbewußtsein. Obwohl der Kopf Amenemhet III. aufgrund der überkommenen ägyptischen Tradition, welche das Bleibende zu bewahren sucht, einerseits einem vorgegebenem typischen Darstellungsschema folgt, findet sich auf der anderen Seite eine realistische Porträthaftigkeit, die das Einmalige und Augenblickliche betont. Anstelle eines Idealporträts tritt hier, trotz einiger formaler Übernahmen aus ältesten Zeiten, das Individualporträt. Typisch sind seit Mitte der 12. Dynastie die weit auseinanderstehenden Augen mit bis fast an die Schläfen reichenden äußeren Augenwinkeln, die großen, abstehenden Ohren und die markanten Jochbeine.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Büste der Göttin Isis auf rundem Sockel

Büste der Göttin Isis auf rundem Sockel

Auf einem runden, nach oben verjüngten Sockel liegt eine Kugel, auf der die Büste der Göttin Isis in ihrer hellenistischen Ikonographie steht. Sie ist in einem attischen Chiton und darüber einer Knotenpalla gekleidet, wobei die Palla nach oben gezogen wurde, um den Kopf zu bedecken. Auf dem Kopf trägt Isis über der Palla einen Kopfschmuck, der aus Kuhhörnern, zwei Getreideähren, zwei Straußenfedern und einem Granatapfel besteht. Die Augen wurden mit kleinen Goldplatten aufgelegt. Zwei Vertiefungen auf den Goldplatten fungieren als die Pupillen der Göttin.Um die ägyptischen Gottheiten besser in der hellenistischen Weltanschauung integrieren zu können, fand bereits vor der Eroberung Alexanders des Großen die Angleichung ägyptischer Gottheiten mit den hellenistischen statt. So wurde Isis zum Beispiel häufig mit Demeter, Io oder Aphrodite gleichgesetzt. Die vielfachen Bedeutungen und Eigenschaften der ägyptischen Isis machte sie jedoch zu einer allumfassenden Göttin, die mit allen Göttinnen identisch war. Als Pendant zu dem neu kreierten ägyptisch-hellenistischen All- und Dynastiegott Serapis bekam Isis ebenfalls eine hellenistische Darstellungsform. Die vielfältigen Kronenvarianten und Attribute der Isis, analog zu den zahlreichen Verbindungsmöglichkeiten mit anderen Göttinnen, dienen dabei als Modifikations- und Verstärkungselemente sowie der Einbindung in kultische und mythische Zusammenhänge.So kennzeichnen die Kuhhörner der Berliner Isis-Büste, die zusammen mit den hohen Straußenfedern die Verbindung mit der ägyptischen Göttin Hathor verdeutlichen, genauso wie zur hellenistischen Io. Die Ähren und der Granatapfel stehen zudem für den Zusammenhang der Isis mit Demeter und Kore-Persephone. In dieser Gestalt der Isis tritt der Natur- und Fruchtbarkeitsaspekt deutlich in den Vordergrund.Des Weiteren wies der Bereich Palästina schon in pharaonischer Zeit enge Kontakte mit Ägypten auf. Hinzu kommt, dass sich die Isis-Kulte in der griechisch-römischen Zeit weit über die Grenzen Ägyptens hinaus über den gesamten Mittelmeerraum verbreiteten. Daher ist es nicht verwunderlich, im Land Israel solch eine Isis-Büste finden zu können.(I. Liao)