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Kopf einer Statue Amenemhet III. mit oberägyptischer Krone

Ident. Nr.: ÄM 17950

ObjID: obj:605987

Details (Expert)

Beteiligte
James Simon (17.9.1851 - 23.5.1932),
Mäzen*atin
Datierung
Ammenemes III. (Amenemhet III.)
Geografische Bezüge
Material / Technik
Diorit (Material / Stein)
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 27,5 x 11 x 18,5 cm

Objektbeschreibung

Grundgedanke des königlichen Rundbildes des Mittleren Reiches ist das gegenwartsbezogene Herrscherporträt. Am deutlichsten wird dieses bei den Darstellungen von Sesostris III. und Amenemhet III. Sie sind Ausdruck von machtpolitischer Entschlossenheit und ausgeprägtem Selbstbewußtsein. Obwohl der Kopf Amenemhet III. aufgrund der überkommenen ägyptischen Tradition, welche das Bleibende zu bewahren sucht, einerseits einem vorgegebenem typischen Darstellungsschema folgt, findet sich auf der anderen Seite eine realistische Porträthaftigkeit, die das Einmalige und Augenblickliche betont. Anstelle eines Idealporträts tritt hier, trotz einiger formaler Übernahmen aus ältesten Zeiten, das Individualporträt. Typisch sind seit Mitte der 12. Dynastie die weit auseinanderstehenden Augen mit bis fast an die Schläfen reichenden äußeren Augenwinkeln, die großen, abstehenden Ohren und die markanten Jochbeine.

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).