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Standfigur des Antef

Ident. Nr.: ÄM 12485

ObjID: obj:605992

Details (Expert)

Beteiligte
Mohareb Todrus (ca. 1847 - 1937),
Vorbesitzer*in
Datierung
Historische Datierung: Anjotef II. (Intef/Antef II.)
späte 11. Anfang 12 Dynastie
um 1950
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 37 x 12,2 x 18,6 cm

Objektbeschreibung

Die Standfigur des Intef ist vermutlich in der späteren 11. oder zu Beginn der 12. Dynastie entstanden, worauf auch Eigentümlichkeiten der hieroglyphischen und hieratischen Zeichen hinweisen.
Die dichte Umhüllung des langen Mantels, die Schwere der tiefgreifenden Perücke und die über der Brust gekreuzten Unterarme beschränkt den Aufbau des Körpers streng auf das Wesentliche. Die zu Fäusten geballten Hände hielten ehemals Gegenstände. Die säulenartig untergliederten Beine in halber Schrittstellung, die übergroß geformten Füße und der wuchtigen Sockel sind einfach wiedergegeben.
Die gut erhaltene Bemalung gibt das Haar schwarz, die Haut rot wieder. Der Mantel zeigt heute den bloßen Kalkstein, war ursprünglich aber wohl weiß bemalt. Sockel und Rückenpfeiler sind rot mit schwarzen Tupfen als Nachahmung von Granit. Die blau ausgemalten Hieroglyphen nennen außer "dem Geehrten bei Ptah-Sokaris-Intef, geboren von Sat-Mechit" seinen Bruder Inherhotep und seine Schwester Nachti. Ebenso, soweit erhalten, in der hieratischen Inschrift auf der Sockelseite.

Museumskatalog "Ägyptisches Museum Berlin", W. Kaiser, Berlin 1967
Museumskatalog "Ägyptisches Museum Berlin", J. Settgast, Mainz 1986

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).