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Sitzfigur des Maja

Ident. Nr.: ÄM 19286

ObjID: obj:606178

Details (Expert)

Beteiligte
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938)
Datierung
Historische Datierung: Thutmosis III
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 74 x 21,5 x 40 cm

Objektbeschreibung

Maja war ein hoher Beamter der Provinzialverwaltung. Als "Gouverneur und Vorsteher der Priester" wurde er von seinem König Thutmosis III., dessen Namen auf der Brust und dem rechten Oberarm stehen, im 10. oerägyptischen Gau eingesetzt. Dort wurde in der Nekropole des Hauptortes auch sein Grab gefunden, aus dem diese Figur stammen könnte.
Maja sitzt aufrecht auf einem einfachen Hocker. Der Text nennt uns Namen und Titel des Verstorbenen sowie die an die lokalen Ortsgötter gerichtete Opferformel. Er ist mit einem kurzen Schurz bekleidet, der ursprünglich nur von Königen getragen wurde, später jedoch auch bei Privatpersonen zu finden ist. In der geballten rechten Hand hält er das so genannte "Schweißtuch", während die linke flach ausgestreckt auf dem Schurz liegt.
Das rundliche, ausdruckslose Gesicht ist, wie die ganze Figur, sehr formal aufgebaut. Eine dem damaligen Zeitgeschmack entsprechende Perücke ist dem Kopf regelrecht übergestülpt worden. Die beiden Ketten, aus Scheibenperlen bestehend, sowie die massiven Ober- und Unterarmreifen sind aus Gold gefertigte Auszeichnungen, die ihm der König verliehen hatte. Vermutlich deuten sie auf ehemalige militärische Verdienste hin.

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).