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Oberteil einer Kniefigur des Pharao Amenophis II.

Ident. Nr.: ÄM 2057

ObjID: obj:606183

Details (Expert)

Beteiligte
Carl Richard Lepsius (23.12.1810 - 10.7.1884),
Expeditionsleiter*in
Datierung
Amenophis (Amenhotep) II.
Datierung engl.: Amenhotep II
Weitere Titel
Sammlungstitel: Oberteil einer Kniefigur des Pharao Amenophis II.
Übersetzung: Upper part of a kneeling figure of pharaoh Amenhotep II
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 17,4 x 15 x 9,7 cm

Objektbeschreibung

Bevorzugtes Ausdrucksmittel der Herrscher der ersten Hälfte der 18. Dynastie war die idealisierende Darstellung, mit deren Hilfe das wieder erstarkte und zu neuer Machtfülle gelangte Königtum betont werden sollte. Die Bildnisse zeigen einen alterslosen König. Das Oberteil dieser Figur aus Quarzit gibt das Idealbild eines mit gestreiftem Königskopftuch und Uräusschlange bekleideten Pharao wieder. Jedoch finden sich in den großen Ohren, der geschwungenen Linienführung der Augenbrauen mit den dicht darunter liegenden großen Augen, der schmalen Nase und den vorgewölbten Lippen des Mundes individuelle Merkmale, die durch einen Vergleich mit inschriftlich gesicherten Darstellungen eine Identifizierung als Amenophis II. zulassen.
Amenophis II. war Sohn und Nachfolger Thutmosis’ III., von dem er ein Weltreich übernahm, das von Syrien im Norden bis über den IV. Katarakt im Süden hinaus reichte. In zahlreichen Texten und Darstellungen lässt er sich als großer Sportler und jugendlicher Draufgänger darstellen, der sowohl als kühner Wagenlenker, aber auch als Ruderer und treffsicherer Bogenschütze unübertroffen ist.

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).