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Anthropomorpher Sargdeckel des Sa-Iset

Ident. Nr.: ÄM 32336

ObjID: obj:606192

Details (Expert)

Beteiligte
Said Bey Khashaba (1956 - 1957),
Vorbesitzer*in
Agop Ohan Simonian (1969 - 1975),
Vorbesitzer*in
Datierung
Ramses II.
Datierung engl.: Ramesses II
Weitere Titel
Sammlungstitel: Anthropomorpher Sargdeckel des Sa-Iset
Übersetzung: Anthropomorphic sarcophagus lid of Saiset
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 55 x 80 x 225 cm

Objektbeschreibung

„Sarkophag“ ist griechisch und bedeutet „fleischfressend“. In der Ägyptologie bezeichnet der Begriff steinerne Särge, von denen solche aus Holz zu unterscheiden sind. Es können zwei Typen an Sarkophagen unterschieden werden. Solche, die dem architektonischen Typ angehören und ein Grab oder einen Schrein nachbilden, und solche, die anthropomorph sind und eine Mumie oder einen Menschen darstellen. Der früheste Beleg eines Sarkophages stammt aus der Zeit von König Djoser (3. Dynastie) aus Saqqara. Der Sarkophagdeckel des Sa-Iset gibt ein idealisiertes Bild des „königlichen Schreibers der beiden Scheunen“ wieder. Dieser ist teilmumifiziert dargestellt, und nur Unterarme und Kopf sind unbedeckt. Mittig über der Stirn liegt eine Lotosblüte, ein Symbol für Wiedergeburt. In seiner linken Hand hält Sa-Iset einen Tjt-Knoten („Isisblut“) und in der rechten einen Djed-Pfeiler. Beides sind Schutzsymbole, wie auch der Sarkophag an sich als Schutzhülle für die Mumie des Verstorbenen diente. Ferner trägt Sa-Iset aufgemalte Armreife und einen breiten Halskragen. Neben der vertikalen Inschriftenzeile in versenktem Relief sind die Kniescheiben des Verstorbenen aus dem Stein herausgearbeitet worden. Sa-Iset ist mehrfach belegt, so befinden sich Statuen von ihm sowohl im Metropolitan Museum of Art in New York als auch im Brooklyn Museum.
(J. Jancziak)

Letzte Aktualisierung: 07.05.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).