Logo

Armschmuck mit Uräusschlangen und mumiengestaltigen Göttern

Ident. Nr.: ÄM 1639

ObjID: obj:606377

Details (Expert)

Datierung
Amanishakheto (Amanischacheto)
Weitere Titel
Sammlungstitel: Armschmuck mit Uräusschlangen und mumiengestaltigen Göttern
Übersetzung: Bracelet with Uraei and mummiform gods
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 4,15 x 8,65 x 7 cm (Objekt oval)

Objektbeschreibung

Der Armreif stammt aus dem Grabschatz der Kandake Amanishakheto. Das Dekor der beiden durch ein Gelenk verbundenen Hälften besteht aus aufgelöteten Goldschnüren, kleinen Figürchen aus dünnem Goldblech und farbigem Glasfluß, der jetzt nur noch in Resten erhalten ist. Der obere Figurenfries reiht Uräenschlangen mit der Sonnenscheibe aneinander. Die kleinen Figürchen in den Feldern der Mittelpartie sind Götterbilder in Mumienform mit Mondsichel und Mondscheibe auf dem Kopf.

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).