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Sphinx der Schepenupet II., "Gottesgemahlin des Amun"

Ident. Nr.: ÄM 7972

ObjID: obj:606563

Details (Expert)

Beteiligte
[Gustav] Travers (1874),
Vorbesitzer*in
Datierung
25. Dynastie (Kuschiten)
Weitere Titel
Sammlungstitel: Sphinx der Schepenupet II., "Gottesgemahlin des Amun"
Sphinx of Shepenupet II, God’s wife of Amun
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 46 x 25 x 83 cm

Objektbeschreibung

Ebenso wie ihre Vorgänger haben die Könige der 25. Dynastie Prinzessinnen als Gemahlin des Gottes Amun eingesetzt. Schepenupet II., Tochter des Königs Pije und Schwester des Königs Taharqo hat eine geradezu königliche Stellung eingenommen, die sich auch in der Berliner Sphinx wiederspiegelt. Auf der Statue werden an verschiedenen Stellen neben ihren Namen und Titeln auch der Vatersname genannt. Sie präsentiert ein Gefäß mit einem Widderkopf - einem Abbild des Gottes Amun. Auf Grund des Gefäßes ist ein Zusammenhang mit den Neujahrsriten im Tempel von Karnak denkbar, wobei dieses stellvertretend für das Wasseropfer an den Gott Amun-Re steht. In den Darstellungen der Gottesgemahlinnen finden sich Elemente, die einen Rückgriff auf frühere Epochen erkennen lassen. So sind die menschlichen Hände und Arme am Löwenleib eine seit dem späten Alten Reich belegte seltene Variante des Sphinxtypus. Die Frisur mit den eingerollten Zöpfen ist eine archaisierende Wiederaufnahme einer Perückenform des Mittleren und frühen Neuen Reiches. Rau belassene Partien der Perücke haben zudem die Form eines Geierbalges und waren ursprünglich vergoldet. Unverkennbar ist ihre Herkunft, die sich in der Darstellung eines nubischen Gesichtstyps zeigt.
(J. Helmbold-Doyé)

Letzte Aktualisierung: 06.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).