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Becherförmiges Salbgefäß mit Inschrift von König Pepi II.

Ident. Nr.: ÄM 14280

ObjID: obj:606585

Details (Expert)

Beteiligte
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938)
Datierung
Phiops II. (Pepi II.)
Dynastie - engl.: Pepi II
Weitere Titel
Sammlungstitel: Becherförmiges Salbgefäß mit Inschrift von König Pepi II.
Übersetzung: Unguent vessel with an inscription of Pepi II.
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 15,5 x 14,5 cm (Standfläche: 8,5 cm)

Objektbeschreibung

Die Form des Gefäßes deutet auf den Gebrauch als Salbgefäß für kostbare kosmetische Öle hin. Die hieroglyphische Inschrift, in der sich noch Reste blauer Farbe erhalten haben, gibt den Eigennamen des Königs „Pepi“ sowie seinen Thronnamen Nefer-ka-Re („Mit vollkommenem Ka des Re“) in Kartuschen wieder. Der Horus-Name, der bei Pepi II. dem Nebti- bzw. Zwei-Herrinnen-Namen entspricht, befindet sich in der Mitte des Textfeldes und ist im Serech geschrieben. Der Goldhorus-Name Bjk-nebu-sechem („Mächtiger Goldfalke“) steht über dem Eigennamen.
(J. Jancziak)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).