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Stand-Schreitfigur des Priesters und Astronomen Taitai

Ident. Nr.: ÄM 17021

ObjID: obj:606614

Details (Expert)

Beteiligte
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938)
Weitere Titel
Sammlungstitel: Stand-Schreitfigur des Priesters und Astronomen Taitai
Übersetzung: Standing-Striding Figure of Taitai, Priest and Astronomer
Geografische Bezüge
Material / Technik
Grauwacke; Kalkstein
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 27,5 x 8 x 12,5 cm

Objektbeschreibung

Perfekt balanciert zwischen Ruhe und Bewegung gibt die Statue aus Grauwacke den Besitzer Taitai in einer gleichzeitig stehenden und schreitenden Haltung wieder. Eine Stand-Schreit-Figur gehört zu den Basistypen altägyptischer Rundplastik und stellt den Statueninhaber so dar, dass seine Körperachse vertikal vom Kopf bis in die Ferse des rechten Fußes verläuft und das vorangesetzte linke Bein mit der Fußsohle den Boden berührt. Ein Rückenpfeiler mit Angaben zu dem Namen und Titeln des Dargestellten betont die Körperachse. Die Haltung signalisiert die Bewegungsfähigkeit des Verstorbenen. Taitai ist in einen knielangen Schurz und ein Pantherfell gekleidet. Unterhalb des Pantherkopfes hängt eine Tasche herab, die mit einem dreigliedrigen Perlengehänge verziert ist. Sie war ein Teil seiner Berufstracht und weist den Träger als Astronomen und Feldmesser aus. Die Statue wurde in einem separaten Kalksteinsockel eingelassen. Auf der vorderen Oberseite des Sockels sind Opfergaben wie Brote, Rinderfleisch und Gemüse für die jenseitige Versorgung des Taitai dargestellt.
I. Liao

Letzte Aktualisierung: 04.09.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).