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Stehendes Nilpferd, dessen Rücken ehemals mit Tieren und Pflanzen bemalt war

Ident. Nr.: ÄM 10724

ObjID: obj:606648

Details (Expert)

Beteiligte
Mohareb Todrus (ca. 1847 - 1937),
Vorbesitzer*in
Datierung
Historische Datierung: 12. Dynastie
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 11 x 7,3 x 20,5 cm

Objektbeschreibung

Nilpferdfiguren waren seit dem Mittleren Reich in Ägypten sehr beliebt, denn sie verkörperten den fruchtbringenden, aber auch gefährlichen Nil. Durch die oft posierliche Darstellung der großen Tiere wollten die Ägypter die Gefahr bannen, die von den lebenden Exemplaren für die Schiffer ausging. Aber man fühlte sich auch mit derartigen Statuetten, die zumeist in Gräbern aufgestellt waren, im Jenseits an die diesseitige Welt erinnert. Häufig sind die Figuren – wie das kleine brüllende Nilpferd – mit Pflanzen bemalt, als wenn sie gerade aus den Fluten des Nils aufgetaucht wären.

Letzte Aktualisierung: 17.11.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).