Logo

Statuette des Gottes Horus in Gestalt eines Falken

Ident. Nr.: ÄM 22605

ObjID: obj:606768

Details (Expert)

Datierung
Spätzeit
Datierung engl.: Late Period
Weitere Titel
Sammlungstitel: Statuette des Gottes Horus in Gestalt eines Falken
Übersetzung: Statuette of the god Horus in the form of a falcon
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 22,1 x 9,3 x 21,1 cm

Objektbeschreibung

Die Figur zeigt einen stehenden Falken mit einem detailliert ausgearbeitetem Gefieder. Falken sind heilige Tiere des Gottes Horus. Statuetten dieser Art wurden im Zuge des Tierkultes verwendet, wo diese wenigstens zeitweise mit dem Gott in seinen verschiedenen Formen verschmelzen. So sind auf einer Seite der niedrigen Basis Reste eine Weihinschrift erkennbar, die den Gott Horus neben der Stifterin, einer Frau namens Tamounis, nennen.
(J. Helmbold-Doyé)

Letzte Aktualisierung: 22.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).