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Standfigur des Horos, Sohn des Thotoes (Xr zA Twtw/Horsatutu)

Ident. Nr.: ÄM 2271

ObjID: obj:606868

Details (Expert)

Beteiligte
Heinrich Brugsch (18.2.1827 - 9.9.1894)
Datierung
Historische Datierung: Späte Ptolemäerzeit
Weitere Titel
Sammlungstitel: Standfigur des Horos, Sohn des Thotoes (Xr zA Twtw/Horsatutu)
Übersetzung: Standing figure of Horus, son of Thotoes (Xr zA Twtw/Horsatutu)
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 115 x 67 x 33 cm

Objektbeschreibung

Die Statue des Horsatutu gehört zweifellos zu den anspruchsvollsten Werken der späten Ptolemäerzeit, die von Privatpersonen in Auftrag gegeben wurden. Horsatutu trägt ein Unter- sowie ein Oberhemd, die vor allem anhand der runden und spitzen Ausschnitte zu erkennen sind. Darüber liegt auf der linken Schulter ein Mantel, der zudem einen Großteil des Oberkörpers umhüllt. Unterhalb des Brustkorbs diente eine vertikale längliche Einlassung zur Befestigung eines Amuletts - womöglich eine Figur der Göttin Neith. Die rechteckige Form des Kopfes wird durch scharf modellierte Falten dominiert. Das Haar umschließt den Kopf wie eine Kappe und ist in kurze Sichellocken unterteilt.
Der Inschrift auf dem Rückenpfeiler nach handelt es sich um das Standbild des Horos, der Befehlshaber der Truppen im Delta der zugleich Priester der Göttin Neith in Sais war. Ursprünglich war die Statue in dem dortigen Tempel der Göttin aufgestellt. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde die Frisur überarbeitet und das Haarband sowie die Halskette entfernt. Diese Veränderungen gehen wohl mit einer sekundären Aufstellung im augustäischen Alexandria, dem späteren Fundort, einher.
(J. Helmbold-Doyé)

Letzte Aktualisierung: 26.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).