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Relieffragment mit Kopf des Pharao Echnaton

Ident. Nr.: ÄM 14512

ObjID: obj:606972

Details (Expert)

Beteiligte
Carl August Reinhardt (4.2.1856 - 25.11.1903),
Käufer*in
Datierung
Historische Datierung: Amenophis (Amenhotep) IV. / Echnaton
Datierung engl.: New Kingdom, 18th Dynasty
Weitere Titel
Sammlungstitel: Relieffragment mit Kopf des Pharao Echnaton
Übersetzung: Fragment of a relief with the depiction of a head of pharaoh Akhenaten
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 15,5 x 11,5 x 3,2 cm

Objektbeschreibung

Das Relief zeigt den nach rechts gewandten Kopf des Pharao Echnaton im Stil der frühen Jahre der so genannten “Amarna-Zeit”. Zu dieser neuen, expressiven, fast karikaturhaft wirkenden Darstellungsweise, gehören der überlange, konvex gekrümmte Hals, die vollen Lippen und das nach unten gezogene Kinn sowie das schmale Auge. Das Ohrläppchen ist durchbohrt wiedergegeben. Hals und Nasolabialfalten sind mit Ritzlinien eingekerbt. Die Form der Königskrone kann nicht bestimmt werden.
F. Seyfried

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).