Logo

Statuette eines Schreibers

Ident. Nr.: ÄM 14445

ObjID: obj:607038

Details (Expert)

Beteiligte
Carl August Reinhardt (4.2.1856 - 25.11.1903),
Käufer*in
Datierung
späte 18. Dynastie
Datierung engl.: late 18th Dynasty
Weitere Titel
Sammlungstitel: Statuette eines Schreibers
Übersetzung: Statuette of a scribe
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 8,5 x 5,1 x 5,2 cm

Objektbeschreibung

Der Schreiber in seinem langen plissierten Gewand ist hockend mit einem ausgebreiteten Papyrus auf dem Schoß dargestellt. In der rechten Hand hält er sein Schreibgerät. Das Gewand, die schulterlange Perücke sowie die mandelförmigen Augen sprechen für eine Datierung in die späte 18. Dynastie. Die Statuette könnte entweder als Grabbeigabe oder als Stiftung in einen Tempel gedient haben. Der Beruf des Schreibers war einer der angesehensten im alten Ägypten, so dass es nicht verwunderlich ist, dass viele Beamte sich auch als Solchen haben darstellen lassen.
(J. Jancziak)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).