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Hieratischer Papyrus mit einem Prozessprotokoll über eine Gerichtsverhandlung

Ident. Nr.: P 3047

ObjID: obj:607045

Details (Expert)

Datierung
Genauer: 46. Regierungsjahr
Weitere Titel
Sammlungstitel: Hieratischer Papyrus mit einem Prozessprotokoll über eine Gerichtsverhandlung
Übersetzung: Hieratic papyrus with a protocol of a court hearing
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite: 75 x 22 cm

Objektbeschreibung

Dieser Papyrus, der nach Angabe des Finders, Joseph Passalacqua, in einem Keramikgefäß aufgefunden wurde, enthält das hieratisch geschriebene Protokoll einer Gerichtsverhandlung in Theben unter Vorsitz des Hohenpriesters Bak-en-Chons.
Der Schreiber Nefer-abet erstattete Anzeige gegen den Vorsteher des Arbeitshauses namens Niay. Es geht darum, dass Nefer-abet von Niay und seiner Familie einen Acker gepachtet hatte, der zum Grundbesitz des Mut-Tempels von Karnak gehört. Diesen erntet Niay nun jährlich ab, ohne Nefer-abet die ihm zustehenenden Anteile zu überweisen. Letzterer reicht entsprechende Urkunden als Beweismittel ein. Das Gericht bestätigt die vereinbarte Aufteilung der Ernte, von denen der Kläger nun seinen regelmäßigen, ihm zustehenden Anteil bekommt.
J. Moje

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).