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Opferbecken mit der Figur des knienden Fürsten Hui

Ident. Nr.: ÄM 19900

ObjID: obj:607067

Details (Expert)

Beteiligte
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938),
Grabungsleiter*in
Datierung
Historische Datierung: Amenophis (Amenhotep) III.
Weitere Titel
Sammlungstitel: Opferbecken mit der Figur des knienden Fürsten Hui
Übersetzung: Offering bowl decorated with the kneeling figure of Hui
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 38 x 91 x 67 cm

Objektbeschreibung

Das Opferbecken weist eine umlaufende Inschrift auf der Kantenfläche der Wandung auf, durch die der Name und die Titel des Stifters dokumentiert sind. Es handelt sich um den memphitischen Gutsvorsteher des Königs Amenophis III. namens Amenhotep Hui. Eine rundplastische Wiedergabe des Stifters findet sich als Kniefigur, die die Hände auf dem Beckenrand des bauchigen Gefäßes mit verhältnismäßig hohem Rand abgelegt hat. Diese spezielle Form des Opferbeckens mit Kniefigur stellt eine Besonderheit des Neuen Reiches dar, wobei bislang nur wenige Exemplare dieser Art bekannt sind. Den genannten Titeln nach zu urteilen war Amenhotep auch als Festleiter des Ptah und Priester der Göttin Sachmet tätig. Ein Heiligtum für eine Erscheinungsform der Göttin als Sachmet des Sahure ist für die Zeit des Neuen Reiches im Totentempel des Königs Sahure bekannt. Das Opferbecken, welches in eben diesem Heiligtum zutage gefördert wurde, ist für die Darbringung der Gottesopfer verwendet worden.
(A. Herzberg)

Letzte Aktualisierung: 13.05.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).