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Zwei Edikte des Germanicus

Ident. Nr.: P 11547

ObjID: obj:607302

Details (Expert)

Datierung
1. Jh. n. Chr.
Genauer: 19 n.Chr.
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Stärke: 27,3 x 11 x 0,02 cm

Objektbeschreibung

Kopie zweier Edikte des Germanicus während seiner Ägyptenreise 19 n.Chr.:
Im ersten verbietet er die gewaltsame Requirierung von Booten oder Lasttieren für seinen Tross; dies soll nur auf Anordnung seines Sekretärs Baebius und gegen Entschädigung geschehen. Zuwiderhandlungen sollen als Raub angesehen werden.
Im zweiten Erlass verwahrt sich Germanicus gegen Titulaturen, die nur dem Kaiser zustehen. Für den Fall, dass sich die Bevölkerung widersetzt, kündigt Germanicus an, seine öffentlichen Auftritte zu reduzieren.

Diese Seite ist sichtbar in der Ausstellung im Neuen Museum

Nach BerlPap: http://berlpap.smb.museum/13109/

Letzte Aktualisierung: 09.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).