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Schabti des Ptah-mose

Ident. Nr.: ÄM 4391

ObjID: obj:607317

Details (Expert)

Weitere Titel
Sammlungstitel: Schabti des Ptah-mose
Übersetzung: Schabti of Ptah-mose
Geografische Bezüge
Material / Technik
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 22,6 x 7,2 x 6,3 cm

Objektbeschreibung

Uschebtis gehören zu den beliebtesten Beigaben altägyptischer Bestattungen und konnten aus ganz unterschiedlichen Materialien, wie Stein, Fayence oder Holz gefertigt werden. Die zumeist mumienförmigen Totenfiguren sollten in ihrer Funktion als Arbeiter im Jenseits die anstehenden landwirtschaftlichen Aufgaben im Namen ihrer Besitzer ausüben. Zu diesem Zweck sind sie mit landwirtschaftlichen Gerätschaften, wie Hacken, Handpflügen oder Dreschflegeln ausgestattet, die sie in ihren vor der Brust verschränkten Händen halten. Auf dem Rücken können sie außerdem ein Saatgutsäckchen tragen. Der Bezug der Figuren zu ihrem jeweiligen Besitzer ergibt sich durch die schriftliche Dokumentation ihres Namens. Die Figur von Ptahmose weist eine umfassendere Inschrift in Form mehrerer Textzeilen auf der Vorderseite auf, die den sechsten Spruch des altägyptischen Totenbuchs wiedergibt.
(A. Herzberg)

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).